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Oſtmärkiſche Tageszeitung

Anzeiger für Stadt und Land

| ILD IISA ³⁰ dd A PP Ausgabe täglich aben 0 ; Manger is bie 6 1 t igeile oder deren 9 i et f ds mit Ausſchluß der Gowns und Fefitage. Bezugspreis für Thorr Anzeinenpreiß die 6 geipaltene Stolonelgeile ober deren Raum 15 Pl. fiir Stellenangebote und Stadt und Vorſtädt id JE «Gejude, Wohnungsanzeigen, An⸗ und Verkäufe 10 Pf., (für amtliche Aug igen, alle un eig n e frei ins Haus vierleljährlih 2.25 Mk., monatlich 75 Pf, von der =, außerhalb Weſtpreußens und Bofens und durch Vermittlung 15 J f.) für Anzeigen mit Blake

Hence den Ausgabeſtellen abgeholt, vierteljährlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pf., durch ! N <3 ſt bezogen ohne Zuſtellungsgebühr 2,00 Mk., mit Beſlellgebühr 2,42 Mk. nummer (Belageze nplar) 10 Pf.

Schr ch iftleitung und Geſchäftsſtelle: Katharinenſtraße Mr. 4.

Feruſprecher 57

Brief- und Telegramm-Adreſſe: „Preſſe, Thorn.“

Zuſendungen find 1 können nicht berückſichtigt werden.

Politiſche Tagesſchau. 8 Die Wehrſteuer in Berlin. e der Vorſitzer der Berliner Ein⸗ Blättern nr = Beranlagungstommiffion die Ba, dung, daß man für Berlin einen ide 1 von 4 Mill. Mark zur Staatsein⸗ treffend 15 zu erwarten glaube, als unzu⸗ Ania zeichnet, ſchreibt die Berliner maz flacht sofftziöſe Korreſpondenz: „Eine ober⸗ 6 Schätzung der ſeit dem 20. Januar ity Ab be Veranlagungen, von denen ſchon geben ees: worden iſt, hat in Berlin Ste die Erwartungen, die man an das ee RE hat, erheblich übertroffen latest 5 find Vermögen bis zu 300 000 Mk. 111 Eile worden von Zenſiten, die bis dahin ten Mey ommen von 2—3000 Mark verſteuer⸗ Mart ate Cinfommen von 10000 bis 20 000 müſſen. außerdem Vermögen verſteuern ie „Zahlreiche Zenſiten der unteren a ufen kommen in höhere und müſſen ſich fees unft ſelbſt einſchätzen. Die Ergänzungs- 0 in die Höhe ſchnellen, am meiſten 5 daß eine Menge kleiner Vermögen von

000 bis 20 000 M ark ner t 1 zogen werden können. ı zur Steuer herange

Der Schutzverband Shen die Bäckereiverord⸗ { nung 891 es Abend in den Kammerſälen in auch 2 ſeine Generalverſammlung ab, in der ae = 1 Parlamentarier erſchienen wa⸗ ds . 95 tus Dr. von Lyncker erſtattete ie ion über die gegenwärtige Lage und neter dr a Erfolge, Hierauf gab Abgeord⸗ Sh 1 ugdan ein ausführliches Bild 11 Reichsta ungen über die Bäckereiverordnung ter Gr ag und Landtag. Landtagsabgeordne⸗ oe brachte die Sympathien der kon⸗ haufes ven Fraktion des Abgeordneten⸗ 3 acne Hi 515 Abwehrkampf des Bäckergewer⸗ Aae der 5 ſeinen Beſtand gefährdete Aus⸗ hit ber äckereiverordnung zum Ausdruck. Neichete tuatsſekretär Delbrück kürzlich im = Be erklärt habe, daß nun nach Abſchluß ſogtalpolitiſgterſicherung eine Ruhepauſe in der 04 ies 1 8 Geſetzgebung Platz greifen und volitit dente eine umfaſſende Mittelſtandsſchutz⸗ Uage na § müſſe, ſo ſei zu hoffen, daß dieſe äckergewerz em um ſeine Exiſtenz ringenden onſervati e zugute kommen werde. Die gen, daß 519 würden an ihrem Teil dafür ſor⸗ gegen die dr toatlamentariſchen Erörterungen verordnun atoniſche Anwendung der Bäckerei⸗ nicht die 1 niüt eher zur Ruhe kommen, bevor 1 5 Fi Bäckerei im deutſchen Reiche von jet, wirkenden Kraft dauernd befreit eee im Arzteſtreit in Berlin. ſprechung ae Dienstag jtattgefundenen Be⸗ Arankenkaff en Vertretern der Arzte und über die 159 im Reichsamt des Innern wurde gum Berliner Abt. Ausführungsbeſtimmungen Ei dine Einigung ersten vom 23. Dezember n 1 3 gung zwiſchen Hapag und Loyd in Nord: Von 110 atlantit. zwichen der der Seite wird mitgeteilt, daß orddeutſcen El b Amerika⸗Linie und dem ? HD eine Intereſſengemeinſchaft

bezüglich N de 2 ſtrebt 5 5 Nordatlantiſchen Geſchäfts ange⸗

1 und Ruthenen einig.

Bers aus Lemberg ijt nun zwi⸗

Präſtd. id der polniſchen Parteien

f Ae des ukrainiſchen Landtags⸗ ſtändigung in allen ſtrittigen

e Pranic, lteformfrage erzielt worde den ſdien der polnischen Parteien enen

ſchla 3 rutheniſcher ¢ der Ukrainer an, wonach ein

5 er St . gebildet werden jan alben Lemberg⸗Kulikow

Un iH, wie fi 5 Verdacht der Spionage EEE with, in der G gend Aus Nancy ge.

gend des Fort Luccy ein

Einzel⸗

Mann verhaftet worden. Bei dem Verhafteten ſei ein photographiſcher Apparat gefunden wor⸗ den. Der Mann gab an, Burgard zu heißen und ein Landwirt aus der Umgebung von Nancy zu ſein, der als einfacher Touriſt gekom⸗ men ſei. Die Hausſuchung auf dem Beſitze Bur⸗ gards in Heillecourt habe zur Entdeckung von zahlreichen Generalſtabskarten geführt, von de⸗ nen mehrere bezeichnet geweſen ſeien. Auch an⸗ dere Dokumente, die ſich auf die Verte digung franzöſiſcher Feſtungen bezogen hätten, ſeien ge- funden worden. Überdies ſeien verſchiedene Briefe beſchlagnahmt worden, die den Mann verdächtig machten. Der verhaftete Landwirt Burgard, der im 52. Lebensjahre ſteht, ſtammt aus Seltz bei Hagenau, wo er mehrere Jahre Lehrer war. 1866 flüchtete er aus Deutſchland. trat in die Fremdenlegion ein und kaufte nach Beendigung ſeines Militärdienſtes vor etwa 10 Jahren ein kleines Bauerngut in Heillecourt bei Nancy. Er leugnet entſchieden, Spionage betrieben zu haben und behauptet, daß er ledig⸗ lich aus Liebhaberei mit Photographieren ſich beſchäftigt habe. Aus Mülhauſen i. E. wird mitgeteilt, daß im Jahre 1886 der unverheira⸗ tete Lehrer Schloſſer, aus Schirrheim bei Biſch⸗ weiler gebürtig, unter Hinterlaſſung größerer Schulden aus Selz flüchtete, angeblich nach Amerika.

Engliſcher Flottenbeſuch in Frankreich.

Ein engliſches Geſchwader iſt auf der Reede von Cherbourg eingetroffen. Der Kom⸗ mandant ging an Land und machte die üblichen Beſuche. 5 tis 2

Das engliſche Parlament wurde am Dienstag vom König mit einer Thronrede eröffnet. In dieſer heißt es Unſere Beziehungen zu den fremden Mächten ſind andauernd freundſchaftlich. Es gereicht mir zu großem Vergnügen, in naher Zukunft imſtande zu ſein, mit der Königin den Präſi⸗ denten der franzöſiſchen Republik zu beſuchen und auf dieſe Weiſe Gelegenheit zu erhalten, für die herzlichen Beziehungen, die zwiſchen un⸗ ſeren beiden Ländern beſtehen, Zeugnis abzu⸗ legen. Die Thronrede kündigte ſodann ein Ge⸗ ſetz an, das aufgrund von Beratſchlagungen mit den Regierungen der ſich ſelbſt vegierenden Do⸗ minions entworfen worden iſt, ſich auf die bri⸗ tiſche Staatsangehörigkeit bezieht und eine Reichsnaturaliſierung vorſieht. (Das Geſetz wird die Wirkung haben, daß eine Naturaliſie⸗ rung in irgendeinem Teile des Reiches im ganzen Reiche giltig ſein wird.)

Rücktritt des ſchwediſchen Kabinetts.

Aus Stockholm wird gemeldet, daß das Mi⸗

niſterium Staaff ſeine Entlaſſung eingereicht hat. Der König hat den gemäßiat⸗liberalen Senator und Gouverneur von Kriſtianſted Freiherrn de Geer, mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt.

In der ruſſiſchen Reichsduma Faben die Nationaliſten eine Inerpellation an den Kriegsminiſter und den Marineminiſter eingebracht, in der angefragt wird, ob die Meldung in der Preſſe wahr ſei, daß unter den Angeſtellten der Putilow⸗Werke ſich eine große Anzahl von deutſchen Untertanen befinde. Ruſſiſche Getreidegusfuhr.

Die unter dem Vorſitz des ruſſiſchen Handels⸗ miniſters am Montag eröffnete Sonder⸗ kommiſſion zur Beratung von Maßregeln gegen die Verunreinigung des Exportgetreides hat ſich für ein Ausfuhrverbot ſolchen Getreides ausgesprochen, deſſen Ingredienziengehalt gewiſſe Normen überſchreitet.

Zum Präfidenten von Columbien iſt nach einer Depeſche aus Bogota Dr. Joſe Vi⸗ cente Concha gewählt worden. Zur Verſchärfung des amerikaniſchen Einwan⸗ derungsgeſetzes.

Präſident Wilſon hat ſich mit dem Bor: figer der Senatskommiſſion für das Einwanderungsweſen dagegen ausgeſprochen. daß in die Einwanderungsbill die Forderung

Thorn, Donnerstag den 12. Februar 1914.

licht an eine Perſon, jondern an die Schriftleizung oder Geichäftspelle zu richten. Bei Einſendung redaktioneller Beiträge wird gleichzeitig Angabe des Honorars erbeten; nachträgliche Forderungen Unbenutzte Einſendungen werden nicht aufbewahrt, unverlangte Maänuſkripie nur zurückgeſchickt, wenn das Poſtgeld für die Rückſendung beigefügt iſt.

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vorſchrift 25 Pf. Im Reklameteil koſtet die Zelle 50 Pf. Rabalt nach Tarif. Anzeigenaufträge nehmen an alle foliden Anzeigenvermiktlungsſtellen des In⸗ und Auslandes. Anzeigen⸗

: 3 annahme in der Geſchäftsſtelle bis 1 Uhr mittags, größere Anzeigen find tags vorher aufzugeben. —— (Thorner Preſſe) |

eines Nachweiſes von Schulbildung zur Ein: ſchränkung der Einwanderung aufgenommen werde.

Das argentiniſche Miniſterium hat ſeine Entlaſſung genommen. Die Kammer hat dem Staatspräſidenten Dr. Saenz Pena unbeſchränkten Urlaub bewilligt.

Deutſches Reich. Berlin. 10. Februar 1914.

Se. Majeſtät der Kaiſer nahm am Diens⸗ tag im Berliner Schloſſe die Vorträge des Chefs des Militärkabinetts Freiherrn von Lyncker, des Chefs des Marinekabinetts von Müller und des Chefs des Admiralſtabes der Marine von Pohl entgegen. i

Prinz und Prinzeſſin Eitel Friedrich von Preußen ſind geſtern von Potsdam nach Berlin, Schloß Bellevue, übergeſiedelt. Das Hofmar⸗ ſchallamt bleibt in Potsdam.

Der Staatsſekretär für Elſaß⸗Lothringen Graf von Roedern iſt anſtelle des Staatsſekre⸗ tärs a. D. Freiherrn Zorn von Bulach, und Unterſtaatsſekretär Frecherr von Stein anſtelle des früheren Unterſtaatsſekretärs Dr. Petri zu Bevollmächtigten zum Bundesrat ernannt worden. s

Der vortragende Rat im Reichspoſtamt Walter iſt am 8. Februar im 64. Lebensjahre nach kurzer Krankheit geſtorben.

Der bekannte Zentrumsabgeordnete Grö⸗ ber begeht morgen, Mittwoch, ſeinen 70. Ge⸗

Das Bürgervorſteherkollegium der Stadt Hannover beſchäftigte ſich Montag mit verſchie⸗ denen ſozialen Fragen und lehnte dabei eine Arbeitsloſenunterſtützung ab, erklärte ſich da⸗ gegen bereit, für die Beſchäftigung von Ars beitsloſen und für die Gewährung von Frühſtück und Mittageſſen an Schulkinder größere Be⸗ träge bereitzustellen, ſowie ferner die Errichtung eines 2. Aſyls für Obdachloſe zu befürworten.

Zu den Käufern des Scherlſchen Verlages gehören nach dem „Finanzherold“ die Groß⸗ induſtriellen Haniel, vom Rath und Brüning von den Höchſter Farbwerken, Boettiger von der Elberfelder Farbenfabrik. An der Spitze des Konſortiums befindet ſich bekanntlich Geheimer Regierungsrat Dr. von Krueger.

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Der neue Führer der Garde⸗Kavallerie⸗

x Diviſion. Generalmajor von Pelet⸗Narbonne, der den Vorſitz in dem Kriegsgerichtsprozeß gegen Oberſt von Reuter führte und besher die 30. Kavalle⸗ rie⸗Diviſion in Straßburg befehligte, iſt mit der Führung der Garde-Ravallerie-Divijion beauf⸗ tragt worden. General von Pelet⸗Narbonne iſt 1876 Leutnant im brandenburgiſchen Küraſſier⸗ Regiment Nr. 6 geworden. Er kam als Ritt⸗ meiſter zu den 3. Küraſſieren in Königsberg, dann ſtand er lange Jahre bei den 4. Küraſſie⸗ ren in Münnſter i. W. 1905 wurde er Kom⸗ mandeur des 5. Ulanen⸗Regiments in Düſſeldorf. Am 27. Januar 1908 wurde er Oberſt und er⸗ hielt das 1. Garde⸗Ulanen⸗Regiment. Seit

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Druck und Verlag der C. Dombrowskl'ſchen Buchdruckerei in Thorn.

Verantwortlich für die Schriftleitung: Heinr. Wartmann in Thorn,

1911 war er Brigade⸗Kommandeur. und zwar befehligte er zuerſt die 31. und dann die 30. Ka⸗ valleriebrigade in Straßburg. i

Parlamentariſches.

Die Abgeordneten n e (Reichspar⸗ tei) und Graf von Weſtarp (konſ.) und Genoſſen ha⸗ ben im Reidjsiage folgenden Abänderungsantrag eingebracht: der Reichstag wolle beſchließen, entge⸗ gen dem Antrage der Kommiſſion für den Neichshaus⸗ haltsetat Kapitel 85 Titel 38 f der fortdauernden Ausgaben: Außerordentliche unwiderrufliche Zulagen für die in der Provinz Poſen und in den gemiſcht⸗ ſprachigen Kreiſen der Proving Weſtpreußen ange-

ſtellten mit leren, Kanzlei⸗ und Anterbeamten 1 200 000 Mark nach der Regierungsvorlage wieder⸗ herzuſtellen.

Der Reichstagskommiſſton für die Regelung der Sonntagsruhe liegt ein nationall beraler Antrag vor, der für Städte mit mehr als 50 000 Einwohnern völlige Sonntagsruhe einführen und auch die zweiten Feier⸗ tage und den Himmelfahrtstag gleichſtellen will; für kleinere Gemeinden wird eine zweiſtündige Arbeits⸗ zeit vorgeſchlagen, die von den Verwaltungsbehörden auf vier Stunden erweitert werden können. Das Zentrum hat einen vollſtändig neuen Geſetzentwurf vorgelegt. Er ſieht in Städten von mehr als 50 000 Einwohnern vollſtändige Sonntagsruhe vor, in Städten von mehr als 20 000 bis 50 000 Einwohnern eine dreiſtündige Arbeitszeit und in kleineren Ge⸗ meinden eine fünfſtündige Arbeitszeit. Der Entwurf enthält bezüglich der jüdiſchen Geſchäfte, die am Sabbath und anderen jüdiſchen Feiertagen ſchließen, die Beſtimmung, daß ſie ihre Gehilfen und Lehrlinge jüdiſchen Glaubens an den chriſtlichen Sonn⸗ und

eran mit Ausnahme, ber polity Belerings bis zu fünf Stunden beſchäftigen können. Um den Mitglie⸗ dern Zeit zum Studium der neuen Entwürfe zu Pie ben, vertagte ſich die Kommiſſion nach kurzer 2 ſchäftsordnungsdebatte. ö

deutſcher Landwintſchaftsrat. Berlin, 10. Februar.

treter des Kaiſers ſowie zahlreicher Mitglieder der Reichs⸗ und Staatsregierungen, begannen heute Vormittag im Herrenhauje die Beratungen der 42. Plenärverſammlung des deutſchen Landwirt⸗ ſchaftsrates. Der Kronprinz, der die Uniform ſei⸗ nes Leibhuſaren⸗Regiments trug, wurde im Veſti⸗ bül des Hauſes em fangen und nahm am Miniſter⸗ tiſche Platz. Der Präſident Graf v. Schwerin⸗ Lowitz eröffnete die Sitzung mit der geſtern gemel⸗ deten Anſprache, die mit einem Hoch auf den Kai⸗ ſer, die deutſchen Fürſten und Freien Städte endete. Dl nahm der Staatsſekretär des Innern Dr. elbrück das Wort im Namen des Reichskanz⸗ lers, der durch dringende Geſchäfte zu ſeinem Be: dauern verhindert ſei, den Beratungen beizuwoh⸗ nen. Er gab Namens der anweſenden Vertreter der Regierungen der Freude Ausdruck, daß ſie an den Arbeiten des deutſchen Landwirtſchaftsrats auch in len Jahre teilnehmen dürften und wünſchte dieſen Arbeiten einen guten Fortgang. In dieſem Sur ſeien für ihn vornehmlich von Be⸗ deutung die Erörterungen über die landwirtſchaft⸗ liche Vorbereitung auf den Verlauf der Handels⸗ verträge und die Verhandlungen über die Auf⸗ 89 und die Stellung der Forſchungsſtelle des eutſchen Ladwirtſchaftsrats. Es gereiche ihm zur beſonderen Freude, gemeinſchaftlich mit dem Land⸗ wirtſchaftsminiſter an dieſen Arbeiten teil zu nehmen. Er erinnere ſich dabei der erfolgreichen Arbeit des Jahres 1898, die ſeinerzeit wichtiges Material für die Vorbereitung der Handelsver⸗ träge des Jahres 1902 zutage gefördert ae deren wir uns heute noch erfreuten. (Beifall. Die Verſammlung beriet nun als erſtes Thema die Frage der allmählichen Abſtoßung der auslän⸗ diſchen Wanderarbeiter. Die beiden erſten u renten: Profeſſor Dr. Gerlad= Königsberg i. Pr. und Reichsrat Freiherr v. Thüngen⸗Thüngen behandelten als Abhilfsmittel eine Vermehrung der einheimiſchen Landarbeiterſchaft und legten ge⸗ meinſam folgenden Antrag vor: 1. die zunehmende Abhängigkeit der deutſchen Landwirtſchaft von aus⸗ ländiſchen Wanderarbeitern muß wegen der mit ihr verbundenen nationalen und wirtſchaftlichen Gefahren herabgemindert und allmählich beſeitigt werden; 2. die Handelspolitik hat Landwirtſchaft und Induſtrie gleichmäßig zu berückſichtigen; die Landwirtſchaft muß auf dem Arbeitsmarkt konkur⸗ renzfähig bleiben. 3. Es iſt eine den Bedürfniſſen der Landwirtſchaft in den einzelnen Gebieten ent⸗ ſprechende Grundbeſitzverteilung zu erſtreben. 4. Die ländliche Wohlfahrtspflege im weiteſten Sinne des Wortes iſt auszubauen; insbeſondere iſt der Bau geſunder Arbeiterwohnungen Ganithäufer, Miet: wohnungen, Eigenhäuſer) durch Kredithilfe zu för⸗ dern, und es ſind in Gegenden, in denen es fet kleine Parzellen an Pacht⸗ und Kaufgelegenheiten fehlt, die Gemeinden mit Land auszuſtatten, wel⸗ ches zu mäßiger Pacht an die in ihnen zur Miete wohnenden Perſonen zu vergeben iſt. 5. Die elter⸗ liche Autorität iſt zu ſtärken, beſonders auch gegen⸗ über der mißbräuchlichen Ausdehnung der Frei⸗ zügigkeit auf fta berge Perſonen. 6. Der Gebur- ktenrückgang ijt zu bekämpfen. 7. Für die wiſſen⸗ ſchaftliche Erforſchung der Landarbeit und der wirt⸗

In Anweſenheit des Kronprinzen als Ver⸗

*

ſchaftlichen Ae der Landarbeiter und Kleinſtellenbeſitzer ee Mittel bereit gu ſtellen. Wis weites Hilfsmittel bezeichnen die Referenten Pro⸗ ſeſſor Dr. Fiſcher⸗ Dahlem b. Berlin und Schu⸗ rig ⸗Stedken die Verbreitung des maſchinellen Landwirtſchaftsbetriebes, indem fie folgende Res ſolution vorlegen: Die Ausbildung der landwirt⸗ ſchaftlichen Maſchinen iſt bereits jetzt zu einer ſol⸗ chen Höhe gediehen, daß die Maſchinenbenutzung jehr viel zum Erſatz der Handarbeit, beſonders der Saiſonarbeiter, beitragen kann; eine noch erheblich weitere Verſtärkung der Maſchinenarbeit iſt aber notwendig. Sie muß einerſeits durch techniſche Er⸗ jindungen und Verbeſſerungen ſeitens der Induſtrie ermöglicht werden, andererſeits lat die Lands wirte und ihre Angeſtellten die Wirtſchaftlichkeit der Maſchinen verwendung durch richtige Auswahl beim Kauf und ſachgemäße Behandlung verbeſſern. Die Anleitung dazu ſollen ſie in ihrer Ausbildung und durch beſondere Unterrichtskurſe erhalten. Pro⸗

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Landwirtſchaft an ausländiſchen Wanderarbeitern iſt hervorgerufen durch die Entwicklung des Rüben⸗ baues und durch die übermäßige Abwanderung aus den eee Gebieten nach den Städten und Induſtriebezirken. Eine treibhausartige Ent⸗ wicklung der Induſtrie ſaugt die Bevölkerung vom Lande fort und bringt dadurch die Quelle zum Ver⸗ Dean: aus der ſich auch die ſtädtiſche und in⸗ uſtrielle Bebölkerung fortdauernd ergänzt. Eine allgemeine Arbeitsloſenverſicherung, welche auch die Abwanderung vom Lande und den Arbeitermangel in der Landwirtſchaft men würde, iſt im Intereſſe der geſamten Volkswirtſchaft zu verwer⸗ en. Die großen Kapitalsverluſte, welche die Ab⸗ wanderungsgebiete an Erziehungsiapital ugunſten der Zuwanderungsgebiete erleiden, müſſen durch eine andere Verteilung der öffentlichen, insbeſon⸗ dere der Schul⸗ und Armenlaſten herabgemindert werden. Ein N iſt durch Staatliche Fürſorge für die wirtſchaftliche Entwickelung und für die Hebung des Kulturſtandes der Abwanderungsge⸗ 8 fete zu ſchaffen, damit ſich die Vorzüge des Lebens 15 auf dem Lande voll entwickeln können und zur Be⸗ 5 feſtigung der Landbevölkerung beitragen. Der Red⸗ ner machte dann Vorſchläge zur Verbeſſerung der (3 Lebens und Wirtſchaftsbedingungen der Land⸗ h achwuchs mehr als gewonnen werde. 1 Neben der in den meiſten Gebieten Nordoſtdeutſch⸗ N *

| : | arbeiter und verlangt, daß der | bisher für die Landwirtſchaft lands bewährten, auch im Intereſſe der Arbeiter⸗ N ſchaft gelegenen Arbeitsverfäſſung der auf längere N Zeit gebundenen Arbeiter müſſen die l a lichen Grundlagen für eine fie ergänzende freie Ar⸗ it beiterſchaft ausgebaut werden: grund nl Site if Landarbeiter; Arbeiterpächter; freie Landarbeiter | in Mietwohnungen mit Pachtland Die innere ie Koloniſation bedarf kraftvoller Förderung unter 5 der Intereſſen an der Erhaltung eines leiſtungsfähigen Großbetriebes und eines einfluß⸗ ! zeichen Großgrundbeſitzerſtandes. Durch die innere N Koloniſation und die Schaffung bäuerlicher Stellen, | für welche die Arbeitskräfte der bäuerlichen Fa⸗ | miltensausreichen, wird der Bedarf an Lohnarbei⸗ Bi tern herabgemindert. Die von den großen Anſied⸗ lungsgeſellſchaften vorwiegend betriebene Amwand⸗ lung größerer Güter in Bauerndörfer mit gemiſch⸗ ten e re genügt aber nicht; ſie muß ergänzt werden durch eine Kleinſiedlung, welche in vor⸗ andenen Bauerndörfern die dort häufig fehlenden 4 kleinen und kleinſten Beſitzſtellen ſchafft. Durch 3 die Einrichtung kleiner Beſitzſtellen kann die ſeß⸗ 1 hafte Landarbeiterſchaft verſtärkt werden, doch . bleibt erfahrungsgemäß nur ein geringer Bruchteil ſolcher Stellen dauernd mit Landarbeitern beſetzt. Die ing ihrer Gründung liegt vorwiegend in der Verdichtung der Landbevölkerung, welche die

leitung

bi Aer für die Verbeſſerung der geſellſchaft⸗ TE lichen Einrichtungen iſt. Der zweite Referent, bayeriſcher Reichsrat e von Thüngen⸗ | Thüngen, führte aus: Die Erträgniſſe der deutſchen hay Landwirtſchaft

aben ſich in den letzten . gleicher . ten außerordentlich geſteigert, nicht aber in gleicher 0 Weiſe die Arbeiterzahl. Wir deutſchen Landwirte haben die Pflicht, die einheimiſche Bevölkerung un⸗ abhängig vom Auslande mit Lebensmitteln zu ver⸗ ſorgen. „Das können wir, und das müſſen wir“, jo iſt uns im vorigen pare an dieſer Stelle aus allerhöchſtem Munde gejagt worden, und wir wer⸗ den es auch ſchaffen. Aber dazu gehören vor allem Arbeiter. Wir müſſen darauf tin, daß unſer Volk überhaupt die Vermehrung innehält, die es bisher gepant hat Und da ruft uns die neue Statiſtik ein edenkliches Menetekel qu. Der allgemeine Gebur⸗ tenrückgang iſt gerade im letzten Jahr erſchreckend geweſen, und zwar auf dem platten Lande. Ein . ewiſſenloſer Handel, unterſtützt von einer ſkrupel⸗ I fen Lebensphiloſophie, die den Mammon on: 4 ſchätzt als den Kinderſegen, treibt ſein 1 eues it Weſen bis in die kleinſten Bauernhütten hinein. 1 Hier wird es vor allem notwendig ſein, daß von | der Geſetzgebung eingegriffen wird. Da dies kein ſpeziell landwirtſchaftliches Thema iſt, begnüge ich mich mit dieſen wenigen Worten. Der Redner führt weiter aus, daß die Motive zur Abwanderung

den Löhnen iſt es nicht getan. Die ganze kommende

. ganz e Generation wandert nad den bisherigen Erfah⸗ . rungen rettungslos aus. Ein Vergleich der Auto⸗ 1 rität zwiſchen Eltern und Kindern in den beſſeren

Familien und in den Arbeiterfamilien fällt für die

“a Arbeiter petabe nicht ſehr günſtig aus. Der Stus 8 dent bleibt noch als reiferer junger Mann unter der Autorität des Elternhauſes. Bei den Arbeitern N aber läuft jedes halbflügge Mädchen von 13 Jah⸗ . ven in die Stadt, und jeder junge Arbeiter von 15 Jahren fühlt ſich ſchon als „freier Deutſcher'“. (Detterteit.) Er läuft dann in die Verſammlungen, m9 er von gewiſſen Nednern „belehrt“ wird. Das 5 it ein Suftand, der nicht mehr länger zu ertragen ift, (Lebhafte Juſtimmung. Auch der Kronprinz die Hreisigigtei an iſt ganz gut, aber muß denn 1 dehnt werden? Die grüßen ND act 75 7 0 gegangen am Überwuchern der BR e

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denn im alten Ro

i Eh bildet,

. mir etwa die Güter von 200 bis 300 ; aes haben in Deutſchland kein Agrarrecht, eine eld iz wußte Agrarverfaſſung. Wir Landwirte haben es bis zur Stunde überhaupt noch nicht zu einem eige⸗ zen kodifizierten Recht gebracht. Wenn man in

ſeſſor Gerlach führte aus: Der große Bedarf der

Körpers, das nicht durch äußere Mittel beſeitigt auf Einzelheiten für die Anderung der Verträge werden kann, ſondern es wird hier eine ſtrenge ge⸗ ein. Es würde fic) empfehlen, einen Generaltarif

ſetzgeberiſche Arbeit vorausgeſetzt, wenn die ami ſich beſſern ſollen. (Beifall.) Die Ver⸗ ammlung hörte dann die Referate zu dem zweiten Unterthema: Verbreitung des maſchinellen Land⸗ wirtſchaftsbetriebes. Der erſte Referent Profeſſor Dr. Fiſcher⸗Dahlem führte aus: Der intenſive Betrieb der deutſchen Landwirtſchaft verlangt Ma⸗ ſchinen, deren Arbeit nicht ſehr hinter der Qualität guter Handarbeit zurückbleibt. Bei der Eigenart des landwirtſchaftlichen Arbeitsverfahrens it die Herſtellung guter landwietſchaftlicher Maſchinen nicht leicht. Die Fortſchritte in den letzten Jahren ſind groß geweſen. Die Betrachtung der einzelnen Maſchinenarten zeigt bei den Maſchinen zur Saat und zur Pflege der Kulturpflanzen, hauptſächlich alſo den Drillmaſchinen und Hackmaſchinen, daß die Technik fi zurzeit mit der Durchbildung von Ein⸗ elheiten an den längſt bekannten Maſchinentypen beschaftigt und Neuerungen nur ſo weit bringt, als die neueren Seatmethoden, deren Wert noch um⸗ ſtritten ijt, fie fordern. Die Mähmaſchinen werden dank der jetzt erreichten Einfachheit in Mac land immer mehr benutzt, bei ihnen und den Maſchinen um Wenden, Sammeln und Einbringen des Heus iſt die Arbeitserſparnis beſonders wichtig, um die Ernte raſch zu bergen. Weniger vollkommen ſind die Erntemaschinen für Kartoffeln und Rüben, da⸗ gegen wird die früher nötige große Arbeiterzahl beim Dreſchen durch die hohe Leiſtungsfähigkeit der Dreſchmaſchinen und die Anwendung von ue apparaten ſtark verringert. Von beſonderem Nutzen find die neuen Motorpflüge wegen der Exſparnis an Menſchen⸗ und Zugtierarbeit. Der elektriſche Betrieb, der durch die Überlandzentralen allmäh⸗ lich faſt allen Landwirten ermöglicht werden wird, kann ebenſogut wie bei dem Großgrundbeſitz beim Bauern die Arbeit erleichtern. Die Landwirte müſſen ihrerſeits noch mehr als bisher den Amgang mit Maſchinen lernen, um die Scheu vor den 1005 niſchen Schwierigkeiten zu verlieren und durch fa

emäße Behandlung die Lebensdauer ihres Ma⸗ ſchinenparkes u verlängern. Der Korreferent Schurig⸗Stedten ergänzte aa Ausführungen durch Einzelangaben. In der anſchließenden Dis: kuſſion nahm ge neci Kammerherr von Olden⸗ burg⸗Januſchau das Wort: Im Intereſſe der Volkswirtſchaft iſt es zu bedauern, daß wir den Maſchinenbetrieb ſo ausgiebig in Anſpruch nehmen müſſen. Denn es kann nur im Intereſſe der Volks⸗ wirtſchaft liegen, wenn ſich möglichſt viel Leute in der gefunden Luft des Landes möglichſt lange aufs halten. Mein Betrieb iſt einer der wenigen glück⸗ lichen, der ganz ohne fremde Arbeiter auskommt. Allerdings muß ich deshalb auch viele Maſchinen ur Hilfe nehmen. Ich befinde mich mit den Aus⸗ ringen des Freiherrn von Thüngen vollkommen in Übereinſtimmung. Die Mittel für die Wohl⸗ fahrtspflege auf dem Lande reichen allein nicht aus, um Remedur inbezug auf den Arbeitermangel u ſchaffen. Die Wohlfahrtspflege auf dem Lande at ſich erfreulich gehoben, teils aus den geſteiger⸗ ten Anſprüchen heraus, und teils wegen des ge⸗ ſtiegenen Wohlſtandes der ländlichen Beſitzer. Wie haben auf dem Lande jetzt auch eine Krankenver⸗ ke & bekommen, die ſogenannte Landkranken⸗

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falle. ne ſolche Verſicherung ijt für den Grund⸗ beſitz aber garnicht nötig geweſen und macht nur unnötige Koſten. Die Leute hatten, was ſie jetzt bekommen, bei uns ſchon längſt, jetzt allerdings unter erheblichen Koſten. Die beiden großen Mit⸗ tel, die Freiherr von Thüngen angab, um die Leutenot zu beheben, kann ich auch nur unterſchrei⸗ hen. Gor allem iſt da die Stärkung der elterlichen Autorität zu nennen, damit die Eltern ihre Kinder auf dem Lande zurückbehalten fünnen über das Hiiltta a Alter hinaus, bis die Jungen zum Militär kommen und die Mädchen bis zu 20 Jah⸗ ren. Schon aus ſanitären Rückſichten wäre das ſehr zu empfehlen. Das zweite aber was ich für ein ganz hervorragendes Mittel halten würde wäre, daß den Städten aufgegeben würde, nieman⸗ den aufzunehmen, der nicht in der Lage iſt nachzu⸗ weiſen, daß er wenigſtens eine Wohnung hat. Es iſt ein Auswuchs der Freizügigkeit, daß jemand hin⸗ gehen hann, val er will, und hier ohne weiteres der öffentlichen Armenpflege anheimfällt. Es kunn in den Zeitungen noch ſoviel ſtehen, daß die Ar⸗ beitsloſigkeit ous ijt, die Leute cy en nicht danach, fie gehen doch in die Städte. Auf dem Wege der Autan an muß es verhindert werden, fa dieſer uſtand weitergreift. Auf dem Lande ite en die ohnungen leer, in den Städten herrſcht Woh⸗ nungsmangel, Auf dem Lande fehlen Arbeiter, in den Städten herrſcht Arge enge Freiherr v. Wangenheim⸗Kl. Spiegel: Wir können Freiherrn von n zumal als Norddeutſche, alſo als ſchlimmſter Typus der Agrarier (Heiter⸗ keit), dankbar dafür ſein, daß er uns auf den Kern der Frage, um den es ſich dreht, 10 91 55 at. Es wird die Aufgabe unſerer ſein, Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Land⸗ wirtſchaft einander Aae Mit ſchönen Worten kommt man aber nicht weiter. Nachdem

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i die höheren Löhne und die Wohlfahrtseinrichtun⸗ man leider Gottes die ſozialdemokratiſche „Volks⸗ b N wat 15 ber Inde ſeien. Aber grade da, wo die fürſorge“ geſtattet hat, i man damit zugegeben, im eſten Wohlfahrtseinrichtungen find, finden wir die aah die Sozialdemokratie mit Erfolg in die länd⸗ 9 größte Maſſe der Anzufriedenen. (Sehr richtig!) lichen Arbeiterkreiſe eindringen wird. So gibt es j ot zeigt alſo: Mit der Wohlfahrt allein und mit nur einen Kampf auf der gangen Linie. Mit Bes

dauern habe ich im Landes⸗Okonomie⸗Kollegium vernommen, daß dem Verein für Rückwanderer nicht genügend Mittel zur Verfügung ſtehen. Es muß dringend dafür 9 werden, daß da Ab⸗ hilfe geſchaffen wird. Geheimrat Krohne hat uns vor einigen Jahren hier ein Bild entworfen, wie gewohnheitsmäßige Arbeitsloſe und gewohnheits⸗ mäßige Verbrecher zu Landes⸗Meliorationsarbeiten herangezogen werden können. Wir müſſen die Leute, die nicht arbeiten wollen, zur Arbeit zwin⸗ gen. (Beifall.) Der Kronprinz verabſchiedet ſich hierauf um 12% Uhr von der Verſammlung und verläßt unter Hochrufen der Anweſenden den Saal. Die Leitſätze der Referenten werden ein⸗ immig angenommen. x N einer kurzen Pauſe referierte der Präſt⸗ dent Graf von Schwerin ⸗Löwit über „Land⸗ wirtſchaftliche Vorbereitung auf den blauf unſerer Handelsverträge.“ Er führte aus: Es iſt heute tat⸗ ſächlich nicht mit abſoluter Sicherheit zu überſehen, ob eine Kündigung der geſamten jetzigen Handels⸗ verträge im Intereſſe der Landwirtſchaft liegt oder tne Es iſt nicht zu verkennen, daß bei einer vollen Neuregelung der Handelsverträge eine Ge⸗ fährdung unſeres Beſitzſtändes in größerem Maße erfolgen kann, als wenn die Handelsverträge nicht von Grund aus neugeregelt werden ſollen. Im Großen und Ganzen werden wir ja zur Kündigung Verhalten undſaung der Handelsverträge durch das und die Auzunſsrer Gegenkontrahenten beſtimmt, tite in See 1 klärung des Staatsſekre⸗ auf eine Kündigung

allo zu einer ung zu deuten. Wir müſſen uns

euregelung rüſten. Da wird uns

die Forſchungsſtell N rates gute Beene teste b. Adder Nedfed wir ſchafte⸗

ten. Der Redner geht dann

ohlfahrtspflege

Rußland ſcheint allerdings

Ver⸗ auszuarbeiten und ihn durch möglichſt viele Spe⸗

zialtarife zu ergänzen. Es darf aber bei der Neu⸗ zegelung nicht unter die Tarife gegangen werden, die wir jetzt in Sſterreich haben, fie ſtellen das Min⸗ deſtmaß dar, das ijt eine ganz ſelbſrperſtändliche Vorausſetzung. Die Hauptſache ijt aber das fol⸗ gende Das ganze Verhandlungs verfahren mit den anderen Staaten muß gründlich geändert werden. Die Handelsverträge wurden bisher veröffentlicht und zur öffentlichen Diskuſſion geſtellt, bevor ſie Bug abgeſchloſſen waren. Wenn dann im eichstage die verſchiedenſten wirtſchaftlichen An⸗ ſchauungen zur Sprache kamen, und vor allem der berühmte Konſumentenſtandpunlt zutage trat, der ſich ja gewöhnlich mit den Intereſſen des Auslandes deckt, ſo wurde 9 7 5 Unterhändlern die Arbeit außerordentlich erſchwert. Dieſe Schwierigkeiten, die ſich ſchon früher in erheblichem Matze jeigten, werden diesmal noch bedeutend mehr zur Geltung kommen. Ich ſchlage vor, daß die Verhandlungen unſerer Unterhändler gefördert werden durch einen teilweiſen Verzicht des Reichstages auf die ihm durch Artikel 11 der Reichsverfaſſung gewährten Rechte, wonach ein Handelsvertrag zwar vom Bundesrat abgeſchloſſen werden kann, zu ſeiner Giltigkeit aber die Genehmigung des Reichstages erforderlich iſt. Ich denke mir die Sache 1 daß der Reichstag dem Bundesrat die Befugnis erteilen ſoll, ohne Sultimmung des Reichstages anderen Staaten für eine Vergünſtigung als Gegenleiſtung unfererjeits die Tariſſätze unſerer Handels verträge und die Meiſcbegünſtigung zuzuſagen, vielleicht gegen ein men Kündigungsrecht des neu⸗ abgeſchloſſenen Vertrages durch den Reichstag mit einjähriger Kündigungsfriſt. Der Reichstag würde dann in ſeinen Rechten nicht allzuviel verlieren. Durch dieſes Verfahren würden die jetzigen außer⸗ ordentlichen Schwierigkeiten für neue Handelsber⸗ tragsverhandlungen behoben werden, es würde unſerer ganzen Handelspolitik ein ganz anderes Gewicht gegeben werden, als das jest der Fall ijt. Denn der Bundesrat würde in der Lage fein, wenn ſich ſpäter Schwierigkeiten mit anderen Staaten herausitellen, dieſen unſere Vergünſtigung zu ent» ziehen. Andere Staaten, wie die Vereinigten Staaten von Nordamerika, haben jene von mir vorgeſchlagene Klauſel bereits eingeführt. Ich will nur noch agen, daß unſere Handelspolitik einer gründlichen Anderung unterzogen werden muß, wenn wir zu einer befriedigenden Löſung bei den neuen Handelsverträgen kommen wollen. Das alte latei⸗ vilde Sprichwort: si vis pacem, para bellum! gilt vor allem auch auf wirtſchaftlichem Gebiete, und wir müſſen uns zu einem ſcharfen Kampfe rüſten. Wir brauchen aber den Kampf nicht zu fürchten, dazu iſt die Kaufkraft unſeres inneren Marktes eine u ſtarke geworden. a mulcher rieſigen Außen⸗ Fandel nimmt unſer inländiſcher Markt 80 Pro⸗ zent der inländiſchen Produktion auf. Darin liegt unſere Stärke. Durch keinerlei Drohungen, von welcher Seite fie kommen und welcher Art jie ſein mögen, dürfen wir uns abhalten laſſen, den Grund⸗ ätzen treu zu bleiben, die uns zu nationalem Wohl⸗ ſtande geführt haben. (Stürmiſcher anhaltender Beifall.) Der Referent legte eine zuſammen⸗ faſſende Reſolution vor, die nach kurzer Debatte angenommen wurde.

Hierauf referierte Geh. Hofrat Profeſſor Dr. Stieda-Leipzig über „Zentraliſation des land⸗ wirtſchaftlichen und gewerblichen Arbeitsnach⸗ weiſes zum gegenjeitigen Ausgleich der Arbeits⸗ kräſte.“ Der Referent ging davon aus, daß eine andere Einrichtung des Arbeitsnachweiſes unbe⸗ dingt erforderlich ſei. Das private Stellenvermitt⸗ lungsgewerbe brandſchatzt die Parteien und bietet doch keine Gewähr, daß jedesmal die geeignete Per⸗ ſönlichkeit für die betreffende Beſchäftigung gefun⸗ den ik. Das neue gegen fie gerichtete Geſetz von 1910 hat noch nicht viel auszurichten vermocht. Die Nate tegen Vereine, die Wanderarbeitsſtätten,

en ee uſw. können bei den geringen Mitteln, die viet zur Verfügung ſtehen, Ur die Löſung des Problems nur wenig bedeuten. Sie el Aes mit Arbeitern, die nur unterge⸗ ordnete Arbeiten verrichten, oder, wie die auf der Wanderſchaft Befindlichen, dem drohenden ſitt⸗ lichen Verfall en werden ſollen. Die ges noſſenſchaftlichen Arbeitsnachweiſe laſſen unver: kennbar die Gefahr einſeitiger Ausbeutung vorhande⸗ ner Machtſtellung hervortreten. Der sentlich pa⸗ ritätiſche Arbeitsnachweis, in deſſen Verwaltungs⸗ ausſchuß find, esche und Arbeiter gleichmäßig vertreten find, erſcheint als Rettung, die alle die belſtände der anderen Arbeitsnachweiſe vere meidet. Die heute vorhandenen bewähren ſich gut, aber ihre Leiſtungen zu ſteigern, müſſen ſie ver⸗ ſtaatlicht werden. Solange der Arbeitsnachweis nicht in einer Hand zentraliſiert iſt, kann er für die 0 e zwiſchen verſchiedenen Berufs: zweigen nicht wirken. Der zweite Referent Frei⸗ herr v. Tettau⸗Tolks⸗Kraphauſen ſtellte fol genden Antrag: Zum Zwecke der ordnungsmäßigen Erledigung der Arbeitsvermittlung find ö fentliche gemeinnützige Arbeitsmachweiſe zu einem Verbande zuſammenzuſchließen. Dieſer muß dezentraliſierend Bezirksarbeitsnachweiſe einrichten. Während die Wit lin rbeitsnachweiſe ſich nur mit der een e eae Arbeiter zu befaſſen haben, ijt die Beſchaffung ausländiſcher Arbeiter allein der deutſchen Arbeiterzentrale zu überlaſſen. Ein weiterer ſtaatlicher Arbeitsnachweis iſt nicht erwünſcht. n der Diskuſſion ſprachen wid ſämt⸗ liche Nedner, beſonders Landrat a. D. v. Klitzing und Okonomierat Steinmeyer ⸗Danzi gegen die Ausführungen und Leitſätze des erſten Reſeren⸗ ten Geh. Hofrats Dr. Stieda und gegen den pari⸗ tätiſchen Arbeitsnachweis aus. Okonomieral Stein⸗ meyer erklärte insbeſondere, der paritätiſche Ar⸗ beitsnachweis 85 ſchlimmer als die Krankenkaſſen. (Heiterkeit) Der Antrag des zweiten Referenten wurde ſchließlich angenommen.

Zum letzten Punkt der Tagesordnung: „Au welche Weise iſt eine wirtſchaftlich zwecmäßtal Verwendun

ung der 11 0 Kartoffel⸗Ernten ſicher⸗ zuſtellen? legte der Geh. Okonomierat Saeuber⸗ lich⸗Gröbzig folgenden Antrag vor: „In der Überzeugung daß die Arbeit der neu zu begründen⸗ den beer shay zur Förderung des Baues und der wirtf aftlichen und ſtes Bede Verwendung der Kartoffeln“ von höchſter Bedeutung für die deutſche 5 aT aber in noch höherem Grade für die deutſ che Volkswirtſchaft jein wird, empfiehlt der deutſche Landwirtſchaftsrat allen am Kartoffelbau beteiligten Landwirten den Beitritt. Er empfiehlt ferner den e eee Vertretungen und Körperſchaften. die Arbeit der Geſellſchaft nach

Möglichkeit zu fördern.“ Zur e j i

Antrages führte der Neferent aus: Da ſich die vor⸗ handenen Induſtrien zur Verarbeitung von Kar⸗ toffeln zur Spiritus: und Stärkefabrikation nicht ausdehnen können, hat ſich d t tt

fabrikanten bemüht, die Induſtrie der Kartoffel⸗ trocknerei ins Leben zu ruſen. Wenn an verſchiede⸗ nen Stellen die Kartoffeln ſchlecht haltbar find, ſoll

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der Verein der Spiritus: Stande fei,

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um Einſäuern ban f werden, in einer Form; bie ſie uit Inſtitut für Garungsgewerbe erpro und empfohlen wird, t ae Verluſte von zirka 50 Prozent vermieden wet! 19 Gelingt dies, ſo kann die Einfuhr von Weis ruſſiſcher Futtergerſte und amerikaniſchem Mais grenzt werden. Der Antrag des en wurde angenommen und die Weiterberatung morgen vertagt. :

Dom Balkan.

Der Prinz zu Wied iſt von Berlin kom: mend Montag Nacht in Nom eingetroffen und am Bahnhof vom Ober⸗Zeremonienmeiſter Borea d' Olmo, dem Unterſtaatsſekretär im IM niſterium des Außern Fürſten di Scalea, 9055 Generalſekretär in demselben Miniſterium, 5 Martino, dem Chef des Kabinetts des is nijters Garbaſſo und dem italieniſchen Haupt? mann Morena, der zum persönlichen Dienſt b dem Prenzen während ſeines Aufenthaltes in Rom kommandiert iſt, empfangen worden. Bahnhof hatte ſich ein zahlreiches publi eingefunden, das den Prinzen mit dem Ru „Es lebe Albanien!“ begrüßte. Nach der Be grüßung der Anweſenden durchſchritt der ng das Fürſtenzimmer und beſtieg den Wagen, = ihn in das Hotel führte. Der Prinz if Wied, hat ſich am Dienstag Vormittag auf Dir Confulth begeben und dort die erſte Zuſam menkunft mit dem Miniſterpräſidenten des Auswärtigen Marquis di San Giuliano gehabt, Er wird ſpäter den Min. ſterpräſidenten Gio? litti beſuchen. Am Nachmittag wird er an ven Königsgräbern im Pantheon Kränze nieder legen und im Que rinal vom Könige empfangen werden, der ihm ſodann ein Diner gibt. A Mittwoch wird der Prinz eine Audienz beim Papſt haben. Der „Meſſaggero“ verſichert, daß der Vatikan herzliche Beziehungen zu dem neuen Fürſten von Albanien wünſche, da er dort zahlreiche Intereſſen habe. Um dieſen Beſuch ohne Schwierigkeit ausführen zu können, ſei der Prinz, obgleich Grit des Königs, Mi im Quirinal abgeſtiegen. Der König ha dem Prinzen das Großkreuz des Ordens volt vom heiligen Mauritius und Lazarus ver⸗ liehen. Der Haushofmeiſter des Prinzen zu Wied, Hauptmann von Trotha, iſt mit ben Leibarzt Berghauſen und einem Teile des Sof dienſtes in Durazzo eingetroffen. Die De putation der albaneſiſchen Delegierten, mit Eſſad Paſcha an der Spitze dem Prinzen zu Wied entgegenfährt, verläßt vorausſichtlich am 12. d. M. Durazzo und begibt ſich über Bari un Rom nach Berlin, wo ein etwa zweitägigen Aufenthalt vorgeſehen it. Sodann erfolgt die We.terreije nach Neuwied, wo die Deputation zwiſchen dem 18. und 20. d. M. vom Prinzen empfangen wird. Dabei wird dem Prinzen for mell der Thron von Albanien angeboten wet” den. Die Deputation dürfte dann dem Prinzen bei ſeiner Reiſe nach Albanien das Gelen geben, wo der Prinz etwa am 26. landen wir

Der frühere bulgariſche Miniſter des Außern Genadiew erklärte in einer in Plewna gehalte⸗ nen Rede, daß aus dem Min fterium a Außern eine Reihe von Schriftſtücken ver ſchwunden ſeien, durch welche die Verantwor lichkeiten der früheren Regierung würden.

Der Kronprinz von Serbien iſt am Montag

von Petersburg abgereiſt. —̃ͤ— —ê —̃ꝛ

Die Unruhen im Japan. Der Marineminifter erklärte am Montag in der Budgelkommiſſion des Landlags, er werde lich on behafenen Budgetherabſetzung nicht wider ite Die Unterſuchung in dem Flottenjfandal | 15 5 fort; er forte, bald in der Lage zu ſein, die geg wärtige Ungewißheit aufzuklären. chte

Eine von ungefähr 25 000 Perſonen bef Verſammlung im Amphitheater zu Tolio nahm ©, Montag mehrere Anträge an, in der gegen die ho⸗

ierung wegen des Flottenſtandals Anklage EN i n und jedermann dringend aufgejordert 160g eine noch größere Alen e die am Diens ge im Hibaya⸗Park abgehalten werden ſollte, au er juchen. Dieſer Verſammlung wurde mit ein = Sorge entgegengeſehen. Es beſteht Grund zu die Annahme, daß die Boltsverjammlung gegen ich Regierung und die Flotte hauptſächlich nicht pie den Flottenſtandal veranlaßt iſt, ſondern durch te fortgeſetzt hohen Flottenausgaben und die rechterhaltung der unpopulären Steuern. inge:

Das von der Oppoſition in der Kammer ein 10 brachte Mißtrauensvotum wurde mit 205 fren 163 Stimmen am Dienstag abgelehnt. die der Debatte kam es zwiſchen Mi gliedern der und Regierung unterſtützenden Seinutwai-Partet rtei Mitgliedern der N en Sonim hei u einem Handgemenge. Der der Kokuminto⸗ 5 5 ade Abgeordnete Ito mußte bewußtlo hinausgetragen werden. { pie

Im Hibiya-Part wurde Dienstag morgen, ng gegen die Regierung gerichtete Maſſenverſamm des abgehalten. In der Nähe des Parlaments ut get U Te hatten ſich große weenie mengen angeſammelt. 10

Die Budgetkommiſſion des Landtages hat Din, igg einſt mmig 54000 Pin aus dem Marinen em, einen Tor von 4600 Pfund Sterling zu der zur Wiederanfüllung des ſtändigen fonds in den Eta teingeſtellt worden war. das Reuterſche Bureau von dem japaniſchen die nanzvertreter in London erfährt, en ft ſich ter. am Montag geſtrichenen 3 Mlllionen Pfund wil? ling auf das Solffiebauptogtamit 1916/17, Etat zend die erwähnten 4600 Pfund Sterling den ge⸗ ür 1914/15 betreſſen. Die Regierung ha zu wünſcht, durch dieſe Summe den Dearine\ one

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ergänzen, der infolge der Ausgaben für den

jabaniſchen Krieg noch weit unter dem norma N m

Am Dienstag, a Drang die vot Yin: Parlament verſammelte Menge, als ihe i lehnung des Mißtrauensvotums mitgeteilt w

ſodaß die bisher entſtandenen

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gebruar 1914. | |

32. Jahrg.

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Aus dem Reichstage. [Von unſerem Berliner Mitarbeiter.) Abſtimmungstag.

Fer 2 Berlin, 10. Februar. 5 1 kommt einer, es kommt wieder einer, eau noch einer, und ſchließlich iſt das hin 5 zwar noch nicht beſchlußfähig, aber immer: es es wird wohl niemand dem Hauſe den Schabernack ppielen, jeine Beſchlußfähigkeit anzu⸗ zweifeln. Man kann beim beſten Willen nicht den ungen, daß am 16. Tage der Debatte über 1 Etat des Innern alles ſich ſcharenweiſe her⸗ e Natürlich, in der Präſenzliſte, die Na andelgang ausliegt, ſtehen eine Menge 5 fee aber deren Träger machen dann zumeiſt lie eunigſt Kehrt und entflichen dem Wallot⸗ Auge Vizepräſident Dr. Paaſche beſchattet die En und ſchätzt die Zahl der Seinen. Nun, über 515 es wagen. And ſo wird denn heute me zurückgestellten Kalipoſitionen abge⸗ fes Sie werden mit dem Zuſatz von Grae⸗ angenommen, wonach die halbe Million für e me der Weltausſtellung in Franzisko EBEN 5 aan 199 = se EEK für Auslandspropa⸗ Ka folgt die Fortſetzung der Debatte über f eichsgeſundheitsamt, ehe weitere Abſtim⸗ Aale vorgenommen werden. Ein National⸗ breit ba der Abgeordnete Meyer⸗Celle, ver⸗ Seiten 19 über den Geſundheitszuſtand der Ar⸗ lieber 15 Großeiſeninduſtrien, und zwar ſo tei x oll und ausführlich, daß ſein eigener Par⸗ io 10 7 Paaſche uner lebhafter Unruhe aller noch eet nachher erklärt: „Es find ee 100 edner zu dieſem Kapitel vorgemerkt; 5 Une: er jo lange ſprechen wollte, wie der N id werden wir morgen noch nicht da⸗ Nite 19 Das ift hart und lieblos. Aber beſtei ate den fünfzehn wankt und weicht, jeder 10 Se ie Rednertribüne, um über Säug⸗ e oder Hebammenweſen oder Auto⸗ laue ge oder Schlachtviehguarantaine oder fleisch wae oder Korkenhandel und Gefrier⸗ tee er Malzweinfälſchung oder Arzneitaxe Ta e\undbeterei oder antikonzeptionelle Mit: S zu ſprechen. über letztere läßt ſich auch der Büchner ausführlich aus, wobei

edialdemokrat erklärt, daß es unſerm Volke nicht an Kon⸗

digteit iat, ſondern an Konzeptionsfreu⸗ 05 wel dle Leider vergißt er dabei anzufüh⸗ if : tie bat allem es verſucht, dieſe Freudigkeit ae en; find es doch ſeine Genoſſen, die zu Saber ch Gebärſtreik aufgefordert Re 0 eilich ohne durchſchlagenden Erfolg. die Wel achtſtündiger Sitzung iſt endlich Bar ar der um die Volksgeſundheit beſorg⸗ ua auf Debatte u geſtillt, daß ein An⸗ E 3 chluß durchgehen kann. Dann

Endlich gefunden.

n von Hedda von Schmid. RR Nachdruck verboten.) 26. Fortſetzung.) x 195 der fällige Wechſel und dann vor auptſächlich ſein letztes Erlebnis, das ihn nem Leben dar dem verzweifelten Schritt, jei- zu wolle n durch eine Kugel ein Ende machen dann pie oe Hatte... „Halt!“ rief es geſagt? 9591 in ihm, „wie hatte der Fremde den ſtehend aps auf eigenem Grund und Bo: eben befand Rappa, in deſſen Grenzen ſie ſich Kreutz?“ Abe war ja ein Beigut von Schloß einem Schla My aon klärte ihn der Fremde mit lic Thien, auf: ales was ihm unverſtänd⸗ facie ſagte er, jeinen Führer, der freundliche 9 neben ihm herſchritt, mit jenem für ſolche Baber, teetfend, den wir Menſchen fahr gerettet, und ie wir aus irgend einer Ge⸗

an dere d Sei Wurch einen gewiſſen n Leben und Sein wir

1 Aae daß n ame ift Irrfahrt in Mee von Kreutz. Nach langer

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zu erwarten berechtigt war, „Sie ſind 110 5 zu nennen, ſtieß er oes & brach wae Bruder und nicht. .“ or, ig ee vor ſich: „O ich e ; 5 die 0 1 Zauberſchlag hatte für ihn e das ganze Leben eine andere Ben über da 2 er hatte es hinausſchreien mö⸗ rauſen Behr Teer dahin, defjen dumpfes ausjubeln ma PIE berüberklang, hätte es hin: 5 Ne über die Wipfel der Tannen, nicht on IS Stunde im Schloßpark zu Kreutz er Verlobte Ruths den Arm unt ihre

rauſcht das Haus einmal über das andere Mal empor und man bleibt gleich ſtehen, um die ver⸗ ſchiedenen Reſolutionen anzunehmen. Aus der

Abſtimmung geht der Wunſch hervor, daß die de

Rochts⸗ und Arbeitsverhältniſſe der Kranken⸗ pfleger und der Hebammen geordnet, daß wei⸗ tere Mittel für die wiſſenſchaftliche Erfor⸗ ſchung der Maul⸗ und Klauenſeuche bereitge⸗ ſtellt, daß die Geſundheitsſchädigungen durch Beſpritzen und Beſchwefeln der Weinberge feſt⸗ geſtellt, die Nachtarbeit für Jugendliche unter 18 Jahren verboten und die Sonntags⸗ und Nachtruhe der Binnenſchiffer und Flößer gere⸗ gelt werden.

Deutſche Landwirſſchaftswoche.

Die Hauptverſammlung des preußiſchen Landes⸗ Bkonomie⸗Kollegiums.

In der Freitagſitzung ſprach zum Schluß Gärt⸗ nereibeſitzer Jungelauſen (Frankfurt a. O.) über Wein⸗, Obſt⸗ und Gartenbau. Er führte u. a. aus: Bei der Einführung der jetzt geltenden Handels: verträge wurde namentlich inbezug auf die Landwirt⸗ ſchaft Line der Reichsregierung der Leitſaß aufge: ſtellt, daß ſie den Schutz der heimatlichen Produktion herbeiführen ſollten. Ein ſolcher Schutz iſt aber der Gärtnerei, die auch zur Landwirtſchaft gehört und als deren intenſipſter Teil betrachtet werden kann, bei den jetzigen Handelsverträgen verſagt geblieben. Da⸗ durch iſt nicht nur die Exiſtenz dieſes Berufes viel⸗ fach bedroht, ſondern auch dem nationalen Wohlſtand ſchwerer Schaden zugefügt worden. Durch eine ge⸗ rechte Schutzzollpolitik aud) der Gärtnereierzeugniſſe kann dem Vaterland ein großer Teil der ſetzt ins Ausland wandernden Millionen erhalten bleiben. In den jetzt geltenden Landesverträgen gibt es viele Poſitionen, Zollſätze, die nur auf dem Papier ſtehen und keinen Wert für die Gärtnerei haben, weil die gärtneriſche Einfuhr faſt vollſtändig aus Vertrags⸗ ländern ſtammt, denen vielfach Zollfreiheit zugute kommt. Es iſt zu wünſchen, daß Minimalzölle in Betracht kommen, umter welche nicht heruntergegangen werden darf. Der Redner reſümiert dahin: die deutſchen Gärtner haben ein Recht, bei den neu abzu⸗ schließenden Handelsverträgen eine beſſere Berück⸗ ſichtigung als bisher zu verlangen und vertrauen auf die Einſicht der Geſetzgeber, die dazu berufen find, das Schickſal der künftigen Handelsverträge zu ge⸗ ſtalten, daß ſie ihren berechtigten Forderungen Ge⸗ recht igkeit zuteil werden laſſen. (Lebhafter Beifall.) Der Redner legt dann folgenden Antrag vor: „Das Landes⸗OSkonomie Kollegium wolle beſchließen: das Landes⸗Skonomie⸗Kollegium bittet in grund⸗ ſätzlicher Übereinſtimmung mit den gärtneriſchen Fachverbänden den Herrn Landwirtſchaftsminiſter, für einen ausreichenden Zollſchutz der Gärtnerei in Zukunft Sorge tragen zu wollen.“ Es folgte hierauf eine längere Debatte, in der auch die jedes Jahr wie- derkehrende Frage der Schaffung von Gärtnerei⸗Aus⸗ ſchüſſen angeſchnitten wurde; ein Beſchluß wurde je⸗ doch nicht gefaßt. Freiherr v Wangenheim betonte, daß die Förderung der Gärtnerei eine Mit⸗ telſtandsfrage ſei. Der Mittelſtand könne ſich nir⸗ gends beſſer betätigen, als bei der Gärtnerei. Der Antrag des Referenten wurde angenommen.

Am Sonnabend, dem dritten und fekten Sitzungs⸗ tage, wurde der neue Fidei ommiß⸗Heſetzentwurf be⸗ raten. Berichterſtatter waren das Mitglied des Her⸗

Ghorn, Donnerstag den 12.

renhauſes Landrat a. D. Graf Mork von War⸗ ten burg ea) und Juſtizrat Dietrich (Prenzlau), Mitglied des Reichstags und des Abge⸗ ordnetenhauſes. Die Referenten legten gemeinſam r Verſammlung folgende Entſchleßung vor: „1.) Das Königliche Landes⸗Okonomie⸗Kollegium hält es für dankenswert, daß der vorliegende Geſetzentwurf mittelſt des allgemeinen Geforderniſſes landesherr⸗ licher Genehmigung die Möglichkeit bietet, bei Neu⸗ errichtung oder Erweiterung von Fideikommiſſen wirlſchaftl. oder volkswirtſchaftl. Geſichtspunkten allgemein Rechnung zu tragen. 2.) Daß für die Bindung von Ackerland künftig eine Marimalgrenze ſowohl für das einzelne Fide kommiß wie für den Anteil an der Geſamtfläche beitimmter Bezirke ge⸗ ſetzt wurde, hält es für zweckmäßig. 3.) Die Be⸗ ſtimmung, nach der die Bindung von Wald hinſicht⸗ lich der Fläche keiner Beſchränkung unterliegt, iſt im Intereſſe der Landeskultur erwünſcht. 4.) Die Vorſchriften des Entwurfes über Familienſchlüſſe ſind als eine erhebliche Verbeſſerung des gegenwär⸗ tigen Zuſtandes dankbar zu begrüßen. 5.) Nicht un⸗ bedenklich erſcheint die Regelung des Entwurfes, wo⸗ nach die Früchte der Fideikommißbeſtandteile mit der Trennung und Fälligkeit nicht in das Allod fallen, ſondern den Fideikomm ßbeſitzern nur das Jahresein⸗ kommen aus dem Fideikommißvermögen für das Al⸗ lod gewährt wird. 6.) Die Beſitz⸗ und Verbindungs⸗ anſprüche, insbeſondere bei Auseinanderſetzungen, be⸗ dürfen im Intereſſe der Sicherung der Rechtslage der Fide kommiſſe einer anderweitigen Regelung. 7.) Die Zulaſſung von Stammſchulden und im Zuſam⸗ menhang damit die Zulaſſung der Eröffnung des Konkurſes über das Fideikommißvermögen ſind als zu weitgehend abzuändern. Rechtsgeſchäftliche Stammſchulden ſollten nur zugelaſſen werden, wenn ſie dinglich erkennbar gemacht werden. Das Landes⸗ Sfonomie-Rollegium bittet die Königliche Staatsre⸗ gierung, darauf hinzuwirken, daß im Anſchluß an den vorliegenden Geſetzentwurf eine einheitliche Re⸗ gelung des F deikommißrechts in Preußen zuſtande⸗ kommt. Es hält ferner zur Erhaltung eines lei⸗ ſtungsfäligen mittleren und kleineren Grundbeſibes in der Familie den alsbaldigen Erlaß geſetzlicher Vorſchriften für dringend erwünſcht.“ Nach Eröff⸗ nung der Sitzung teilte der Vorſitzer Graf von Schwerin⸗Löwitz mit. daß für dieſes Punktes die Offentlichkeit ausgeſchloſſen ſei, da der Entwurf des neuen Geſetzes noch in der Kom⸗ miſſion des Herrenhauſes ſchwebt und der erſte Be⸗ richterſtatter Graf York von Wartenburg auch im Herrenhauſe Berichterſtatter fei. Nach mehrſtündiger, geheim geführter Beſprechung wurde die Eytſchfze⸗ Kung mit einigen Abänderungen angepommen. Ein⸗ gefügt wurde ein neuer Abſatz. wonach durch die Zu⸗ ſtändigkeit des Fideikammißpflegers die Selbſtändia⸗ keit des Fideikommißbeſitzers zu ſehr beſchränkt werde. Ferner wurde folgenden weiteren Ergän⸗ zungen zugeſtimmt: „Die Vorſchriften über das Aus⸗ einanderfallen mehrerer in einer Hand befindlicher Fidefkommiſſe enthalten einen zu aroßen Eingriff in das Familienrecht, zum mindeſten darf die Trennung nur vorgeſchrieben werden bei einer gewiſſen Größe der einzelnen Fidefkommiſſe. Es iſt mit größter Klarheit zum Ausdruck zu bringen, welche Beitim- mungen nur für Neuſt'ftungen gelten ſollen. Das Landes⸗Skonomie⸗Kollegium wünſcht, daß Fideikom⸗ miſſe nur von oder für Perſonen begründet werden können. welche ſelbſt oder von ihren Vorfahren her ſeit mehr als 50 Jahren mit Grundbeſitz auf dem Lande anſäſſig find.“

Damit war dieſer Punkt erledigt und die Ver⸗ ſammlung nahm nunmehr einen Bericht des Landes⸗

Schulter gelegt, ſondern daß ihr Bruder es ge⸗ weſen, dem ſie geſagt: „Auf Wiederſehen, du Lieber, Guter,“ und dem ſie dann die friſchen Lippen zum Kuſſe geboten.

„Alſo Sie ſind Rolf Kreutz?“

Eine gewiſſe Erleichterung klingt aus dieſen Worten.

„Mein Beiname „der tolle Junker“ dürfte Ihnen bereits bekannt ſein,“ verſetzte der an⸗ dere mit einem leichten, ironiſchen Lächeln; fo nannte man mich wenigſtens früher in der Wiek.“

„Ich habe Sie mir ganz, ganz anders vorge⸗ ſtellt,“ erwiderte Axel aufrichtig. „Allerdings habe ich Sie ſo nennen gehört, vielleicht erin⸗ nern Sie ſich auch noch meiner, als eines klei⸗ nen Knaben natürlich: ich heiße Axel Nord⸗ lingen.“

Die beiden ſchüttelten ſich die Hände, etwas. das wie ein ſtummer Dank ſchien, lag in dem Druck, mit dem Axels Rechte diejenige Rolfs umſchloß. f

„Gewiß habe ich Sie als ganz kleinen Bure ſchen gekannt, unſere Väter waren ja befreundet miteinander, und Treuenhoff und Kreutz haben allezeit gut zuſammengehalten.“

„Jawohl,“ beſtätigte Axel, „und die Söhne wollen's nicht anders wie die Väter. Ihr Bruder Reginald iſt ein Mann, zu dem man aufblicken muß; er beſitzt einen ehrenhaften und edlen Charakter, darüber herrſcht nur eine Stimme.“

„Er iſt ein ſeltener Menſch,“ ſagte Rolf, „und meine Schweſter Ruth das reinſte und rei⸗ zendſte Geſchöpf, welches mir je begegnet iſt! Ihr klares, jeder Heuchelei bares Weſen wirkt auf mich ſo wie ein Becher köſtlichen, erfriſchenden Quellwaſſers, den man nach ſchalem Trank an die Lippen ſetzt. Und ſolch ſchalen Trank gibt es genug in der Welt!“ fügte er mit betterer Be⸗ tonung hinzu.

Welch ein ſonderbarer Menſch war dieſer

die Behandlung &

ſyndikus Gerhardt (Berlin) über Maßnahmen zur Förderung der Viehlebensverſicherung entgegen. Der Neferent brachte folgenden Antrag ein: „Es liegt ein unabweisbares Bedürfnis zur weiteren Aus⸗ geſtaltung der Viehverſicherung in Preußen vor. Die Zuſammenfaſſung der Viehverſicherungsvereine zu Reviſions⸗ oder Rückverſicherungsverbänden inners halb einer jeden Provinz, geeignetenfalls unter Mit⸗ wirkung der Kreiſe, iſt deshalb nolwendig. Dabei iſt grundſätzlich die Gewährung von Staatsbeihilfen dringend geboten.“ Der Antrag wurde angenom⸗ men.

Hierauf referierte Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Delbrück (Berlin) über „Begründung einer Geſell⸗ Ihajt zur Förderung des Baues und der wiriſchaſt⸗ lich zweck äßigen Verwendung der Karloſſeln.“ Er empfahl die Gründung einer ſolchen Geſellſchaft und führte u. a. aus: Die hohe Aufgabe der deutſchen Landwirtſchaft, aus den Erträgniſſen der heimiſchen Erde das deutſche Volk zu ernähren, kann nur erfüllt werden durch die Pflege und Vervollkommnung des Hackfruchtbaues, insbeſondere des Kartoffelbaues. Rechnet man die Kartoffelernte 1913 mit dem Be⸗ trage von 541 Millionen Doppelzentner auf Ge⸗ treidewert um, ſo ſtellt ſich dieſer auf 146 Millionen Doppelzentner; demgegenüber ſind an Weizen nur 46,5 Millionen Doppelzentner, an Roggen nur 122,2 Millionen Doppelzentner geerntet. Obgleich die Kartoffelernte von 1913 die höchſte iſt, die je erreicht wurde, darf ſie doch nur als eine gute Durchſchnitts⸗ ernte bezeichnet werden. Nimmt man die von Sach⸗ veritänd.gen als möglich bezeichnete Vermehrung der Kartoffelernte ohne Vergrößerung der Anbaufläche in Ausſicht, dann ſind mit ihr zweifellos auch Gefahren verbunden. Die Kartoffel als eine waſſerreiche Frucht verliert während der Au bewahrung bis zur nächſten Ernte erheblich an Subſtanz, ganz abgeſehen davon, daß auch regelmäßig Verluſte durch mangel⸗ hafte Pflege und Fäulnis feſtzuſtellen find. Dieſe Verluſte nehmen in Jahren ſehr guter Ernte vielfach einen ſo großen Umfang an, daß entgegen der natür⸗ lichen Entwicklung die zweite Hälfte des Erntejahres hohe Kartoffelpreiſe aufweiſt. Dieſe Gefahr kann nur verringert bezw. beſeitigt werden, wenn der Üher- ſchuß an Kartoffeln einer Ernte, insbeſondere der zum Verderben neigende Teil, ferner der für den Sommer bis zur neuen Ernte beſtimmte, ſo früh wie möglich durch geeignete Ver⸗ fahren in eine unverderbliche Dauerware umgewan⸗ delt wird. Dies geſchleht durch die neue Induſtrie der Kartoffeltrocknerei. Soll das Ziel der rechtzeiti⸗ gen Konſervierung der Kartoffeln ſofort erreicht wer⸗ den, müſſen andere ergänzende Konſervierungsmetho⸗ den hinzutreten. Als ſolches kommt in erſter Linie das Einſäuren der Kartoffel in Betracht. Dieſes früher vielfach geübte halbvergeſſene Verfahren ijt zu neuem Leben erwacht, nachdem es gelungen iſt, dieſe Einſäurung mit Hilfe von Pilzreinkulturen mit ge⸗ ringen Verluſten durchzuführen. Das Verfahren übertrifft auch inſofern die Trocknerei, als mit ſeiner Hilfe, wenn entſprechende, nicht viel Koſten verurſa⸗ chende Vorbereitungen getroffen werden, ſehr große Mengen in wenigen Tagen konſerviert werden kön⸗ nen. Der Referent legte am Schluſſe, ſeiner Aus⸗ führungen folgenden Antrag vor: „Das Landes⸗Oko⸗ nomie⸗Kollegium nimmt Kenntnis von dert bevor⸗ ſtehenden Errichtung einer Geſellſchaft zur Förderung des Baues und der wirtſchaftlich zweckmäßigen Ver⸗ wendung der Kartoffeln und empfehlt den landwirt⸗ chaftlichen Körperſchaften, die Geſellſchaft in ihren

eſtrebungen nach Möglichkeit zu fördern, beſonders bei Durchführung der Kartoffelkulturverſuche, die Verbreitung der Trockenkartoffel als Futtermittel

tolle Junker! Ein Menſch, der ohne Zweifel einen mächtigen Einfluß auf andere Naturen auszuüben imſtande war, ein Menſch, groß⸗ artig angelegt und doch ſichtlich nur noch ein Schatten ſeines früheren Ichs, zu unverkennbar prägte ſich das körperliche Leiden in ſeiner gan⸗ zen Erſcheinung aus.

„Hier geht der allernächſte Fußſteig nah Kreutz,“ ſagte er nun, am Rande eines Heu⸗ ſchlages ſtehen bleibend.

Merkwürdigerweiſe kannte er jetzt jeden Wegbreit auf Rappaſchem Grund und Boden, nichtsdeſtoweniger ſagte er, Axel die Hand zum Abſchied bietend: :

„Meinen beiten Dank für die Freundlich⸗ keit, mit welcher Sie mich geführt haben.“

„Ich glaube,“ entgegnete Axel freimütig, „daß der Dank auf meiner Seite iſt, und ich verſpreche Ihnen, nie mehr in ſolcher Irre, wie die, in der Sie mich trafen, zu wandern.“

Er war feſt entſchloſſen, ſeinem Vater die ganze Wechſelſchuld einzugeſtehen und den Kampf mit den widrigen Verhältniſſen aufzu⸗ nehmen. g

Lange blickte er Rolf nach, bis er hinter dem Ellerngeſtrüpp verſchwunden. war

„Ein ganz beſonderer Menſch,“ dachte Axel. Jeder andere als Rolf hätte ſicherlich in der Si⸗ tuation, wie fie eben zwiſchen den beiden ſtatt⸗ gefunden hatte, anders gehandelt, wäre ihm wahrſcheinlich mit einem Schrei, einem Zuruf in den Arm gefallen oder hätte durch einen Schlag auf den Gewehrlauf dieſem eine andere Richtung gegeben; der „tolle Junker“ jedoch bittet einen Menſchen, der eben im Begriff ſteht, fic) zu erschließen, im allerhöflichſten Unterhal⸗ tungstone nur um die Freundlichkeit, ihm den rechten Weg zu weiſen, da er von dieſem abge⸗ kommen ſei. And der angehende Selbſtmörder wirft beſchämt ſein Gewehr zu Boden!

Langſam ſchritt Axel den Heimweg entlang. Etwa eine Viertelſtunde ſpäter, nachdem er ſich

von Rolf getrennt, begegnete ihm deſſen Bruder ;

Reginald, * den 16. Auguſt.

Das war geitern ein Tag, nie werde ich ihn vergeſſen. Ich bin eigentlich ſtärkeren Gemüts⸗ bewegungen nicht gewachſen, und Reginald hal ganz recht, wenn er mich ein kleines, ſchwaches Neſthäkchen nennt.

Er war ſo gut gegen mich geſtern, ſo en⸗ gelsgut. Bis an die Kaleſche brachte er mich und hob mich ſelbſt hinein. Eſtafette ſchickte er mit ſeinem Reitknecht nachhauſe. Als ich dort anlangte, kam mir Alfreds alte Wärterin mit einem langen Geſicht entgegen und erzählte mir, Mama ſei ſehr ungehalten darüber geweſen, daß ich meinen Beſuch in Kreutz ſo ausgedehnt, ſie habe gewünſcht, daß ich ihr vorleſe, jetzt ſchlafe ſie jedoch ſchon.

Als ich die Tür zu meinem Zimmer öffnete, fand ich zu meinem Erſtaunen die Lampe auf meinem Sofatiſch angezündet und erblickte Axel, der auf⸗ und abging, bei meinem Eintritt jedoch vor mir ſtehen blieb.

„Neſthäkchen,“ ſagte er, „ich finde mich ganz und garnicht zurecht, hilf du mir etwas, mein Inneres zu beruhigen, ich muß mich gegen eine Menſchenſeele ausſprechen. Du biſt treu, ich 5 daß ich dich in mein Vertrauen ziehen arf.“ :

Und dann erzählte er mir die Geſchichte mit dem Wechſel, den er für ſeinen Kameraden un⸗ terſchrieben, und daß er ſich dieſer fälligen Schuld halber garnicht habe erſchießen wollen, aber dann, als er geglaubt, daß Ruth ſich we⸗ gen ſeiner Abweſenheit mit einem andern ver⸗ lobt, ſei er drauf und dran geweſen, es doch zu tun. Und da, im Walde im letzten Augenblick, habe ihn Rolf Kreutz durch ſein plötzliches Auf⸗ tauchen an dieſer furchtbaren Sünde verhindert. Ja, es iſt und bleibt eine Sünde, ſo etwas zu tun oder es auch nur zu wollen, und ich mug

ür Fütterungszwecke

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und endlig der Rorjswierung der Kortoffel durch] Entwicklung dieſer Kolonie in wirtſchaftlicher] Maſchinenhaus am ſtädtiſchen Waſſerwerk fot durch

auch für mittlere und

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reie Beamte zum Veſuch der im Ingltut für Cärungs ! den Einſäuerungskurſe zu ez uſſion ührte Frhr. v. Wangenhe

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laſſen. S Schweine dach Mic find dab⸗ Form vor Tr cc nach dem Suden : ) * Geben. Die Fünen daß wir zuviel Kartoffeln

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fig. Wir können auf dieſem Wege zweiſellos ein viejiges Quantum von Kar⸗ boffeln unterbringen. Wir können dann auch eine me Menge von Ackenn, auf welchen jetzt Getreide feht, mit Kartoſſeln bepflanzen Ich möchte alſo Bitten, daß die Beſtrebungen der neuen Geſellſchaft von den Landwirtſchaftskammern ene giſch unter⸗ stützt werden, ferner daß der neuen Gsſellſchaft im züchſten Jahr eine finanzielle Beihilſe zu ihren erſuchen gegoben werde, etwa 20000 Mart. (Bet: 14 Der Antrag wurde ſodann nach weite er batte angenommen. Der Vorſitzer ſchloß hier⸗ auf die Sitzung mit einem Hoch auf den Kaiſer.

produzieten iſt hi

Zur Verabſchiedung des Gouverneurs von Rechenberg. ; Der frühere Gouverneur von Deutſchoſtafrika Albrecht Freiherr von Rechenberg iſt aus dem

einſtweiligen in den dauernden Ruheſtand übergetreten und aus dieſem Anlaß unter Ver⸗ leihung des Charakters als Wirklicher Gehe emer Rat mit dem Frädikat Exzellenz ausgezeichnet

worden. Hiermit findet die erfolgreiche Tätig⸗ f

keit eines der hervorragendſten Männer, die an der Entwickelung unſerer Schutzgebiete mitgear⸗ beitet haben, eine wohlverdiente Anerkennung. Freiherr von Rechenberg trat im Jahre 1889 in den Dienſt des Auswärtigen Amts und war

von 1893 bis 1895 als Bezirksamtmann undi

Bezirksrichter in Deutſch⸗Oſtafr ka tätig. In den Jahren 1896 bis 1900 war er Vizekonſul und Konſul in Sanſibar. Von 1900 bis 1906 ver⸗ trat er als Konſul in Moskau und ſpäter als Generaltoniul in Parſchau die Intereſſen des deutſchen Reiches. Im Jahre 1906 wurde er zum kaiſerlichen Gouverneur von Deutſch⸗Oſt⸗ afrika ernannt; aus dieſer Stellung wurde er im April 1912 in den einſtweiligen Ruheſtand verſetzt. Durch ſeine tatkräftige, umſichtige Ver⸗ waltung hat Freiherr von Rechenberg in dem ihm anvertrauten Schutzgebiet die Ruhe und Ordnung ungeſtört aufrechterhalten, ſodaß die

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über dieſe Sache garnicht mehr ſchreiben, ſie er⸗ regt mich ſo ſehr.

Gottes gute Engel haben Reginald zur rech⸗ ten Zeit heimgeleitet. Als er Rolfs Brief er⸗ halten hatte, der ihm meldete, daß der „ver⸗ ſchollene tolle Junker“ noch am Leben ſei und im Begriff ſtehe, heimzukehren, hatte er Melitta und Rittlingens einfach im Stich gelaſſen und war ſchleunigſt nach Kreutz zurückgekehrt, wo er jeinen Bruder bereits vorgefunden hatte. Muth iſt außer ſich vor Freude, daß nun auch Rolf, der jo lange Jahre hindurch nichts von ſich hatte hören laſſen, endlich da iſt. e

Glückliche Ruth! Wie ſehr ſie und Axel ein⸗ ander lieben! Ach, ich komme mir jo alt, ſo ur⸗ alt vor, weil ich immer ſo einſam geweſen bin und falt niemand mich gemocht hat, aber nun will ich nicht klagen, ich habe ein ſo frohes Ge⸗ fühl, weil ich dazu beigetragen habe, daß Axel geholfen iſt.

Doch ich will zu den Augenblicken zurückkeh⸗ ren, wo Axel mir ſozuſagen eine Generalbeichte abgelegt hat. \

„Ich begreife nur nicht,“ ſchloß er, „auf welche Weiſe Reginald Kenntnis von der Sache erhalten.“

Vielleicht haſt du die Depeſche verloren; du ſtürmteſt ja ſo eilig fort durch Buſch und Brach, vermutlich trugſt du ſie bei dir,“ log ich tapfer.

Gegen Notlügen, die zu einem guten Qmed gebraucht werden, hat der liebe Gott gewiß nichts.

„Wahrhaftig, das kann fein,” rief Axel und

und kultureller Hinſicht kräſtig

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fortgeſchritten Sein beſonderes Intereſſe galt der Förde⸗ rung des Handels, der Hebung des Landeskul⸗

I turweiens, der Sanierung der Kolonie und dem Ausbau der Verwaltungsorganiſatlon.

Provinzialnachrichten.

1 Culmſee, 9. Febbruar. (Der e ver⸗ geſtern im deutſchen Vereinshauſe ein Wintervergnügen, verbunden mit einer Raijerge- buristagsfeier. Der Vorſitzer Tierarzt Fritſch hielt die Feſtrede die in ein Hoch auf den Kaiſer ausklang. Ein komiſcher Vortrag, ein flott geſpieltes Luſtſpiel „Fritz well zur See gehen“ und ein lebendes Bild jorgten für Unterhaltung der Teilnehmer. Ein Tanz beſchloß das Feſt. : ;

o Schönſee, 9. Februar. (Der Cijenbahnverein) beging jeine Kaifergeburtstagsfeier im Schüßenhauſe. Die Bele ligung war ſtark. Die Nei as hielt Sta tonsvorſteher Born. Ein Theaterſtück wurde aufge⸗ führt und mehrere Kouplets vorgetragen. ;

o Schönſee, 9. Februar. (Der bienenwirtſchaſt⸗ liche Verein Schönſee) hielt am 8. Februar im Schü⸗ tenhauſe die erſte diesjährige, gut beſuchte Vereins. fisung ab. Der Vorfiger, Lehrer Hahn Bielsk, ſprach über das Thema: Worauf hat der Imker beim nahen⸗ den Frühling bei ſeinen Bienen zu achten? Er mahnte zum Warmhalten der Wohnungen, Anbrin⸗ gung von Blenden an den Fluglöchern, gegen die Sonnenſtrahlen, Beobachtung der Bienenvölker auf Durſtnot Futtermangel und Weiſelrich ligkeit. Ferner wurden die ftat [tijden Angaben der Mitglieder auf⸗ genommen und zum Schluß fand eine Verloſung ble nenwirtſchaftlicher Gebrauchsgegenſtände ſtatt. Der Verein zählt 36 Mitglieder, ;

e Schönſee, 10. Februar. (Beſitzwechſel.) Der Anſiedler Wolfram in Heinrichsberg hat ſein Grundſtück für 17000 Mark und die Bodenrente an den Landwirt Fangrath in Arnoldsdorf verkauft.

e Golub, 9. Februar. (Zwangsverſteigerung. Namensänderung.) Das 190 Hektar große Vorwerk Dylewo, welches Graf Potocki⸗Piontkowo vor etwa 2 Jahren an den Gutsbeßtzer Macieſewski ver⸗ kaufte, kommt infolge des Vermögensverfalls des Erwerbers am 21. April vor dem hieſigen Amts: gericht zur Zwangsverſteigerung. Eine auf dem Vorwerk errichtete Ziegelei hat wegen Geldmangels noch nicht fertiggeſtellt werden können. Der aus Piontkowo gebürtige Musketier Franz Zakomski, jetzt in Neubreiſach, hat die Genehmigung zur Füh⸗ rung des Namens „Zellernhoff“ erhalten.

e Brieſen, 9. Februar. e e Be⸗ ſitzwechſel.) Die geſtrige Hauptverſammlung der hieſigen Sanitätskolonne eröffnete der Vorſitzer. Poſtdirektor v. Seemen, mit einer Anſprache, die mit einem Hoch auf das Kaiſerpaar ſchloßg. Die Kolonne hat 39 ausübende und 29 außerordentliche Mitglieder; 17 militärdienſtfreie Mitglieder haben lich verpflichtet, im Mobilmachungsfalle im Dienſte des Noten Kreuzes tätig zu fein Malermeiſter Schröder übergab der Kolonne ein von ihm herge⸗ ſtelltes, zerlegbares Modell des menſchlichen Kör⸗ ers. In dieſem Jahre wird die Kolonne ihr 20: jähriges Beſtehen feiern. Beſitzer Emil Rurjinsti hat fein 72 Morgen großes Grundſtück in Kl. Czap⸗ peln für 27800 Mark und eine Jahresrente von 590 Mark an den Landwirt Bernhard Weiß ver⸗

kauft.

! Briefen, 10. Februar. (Beſitzwechſel.) Das Hape rundſtück des Gaſtwirts Krzyzaniak erwarh in der heutigen Beens wee vn Kreisrendant Jonas für 25050 Mark. K. hat vor einigen Jah⸗ ten 89000 Mark für bas Grundſtück gezahlt.

tr Pfeilsdorf, 5, Februar. (Der landw rtſchaft⸗ liche Verein in Hochdorf] hielt eine Sitzung ah. Der Bezirkskommiſſar der Weſtpreußiſchen Feuerſozietä! ſprach über Feuerverſicherungsweſen und regte die Gründung einer freim'lligen Feuerwehr an. Dem Gedanken wurde durch Bildung eines vorbereitenden Ausſchuſſes nähergetreten. Lehrer Rogowsti hielt die programmäß'g vorgeſehene Feſtrede zur Kaiſerge⸗

burkstagsfeier. Iz Schwetz, 10. Februar, (Verſchiedenes.) Der

Beſchluß der ſtädtiſchen Körperſchaften, zum Bau von Offizierswohnungen ein e von 140 000 Mark aufzunehmen, das mit 4% Prozent verzinſt und mit 1 Prozent getilgt werden ſoll, hat die Ge⸗ nehmigung des Bezirksausſchuſſes erhalten. Anſer ———— fuhr mit der Hand in die Taſche ſeines Rockes. „Richtig, ein kleines Heft, in dem die Depeſche lag, iſt fort; das iſt mir aber äußerſt fatal, denn in dem Heft ſtand manches, was nicht für fremde Augen beſtimmt war.“

„Reginalds Augen ſind doch keine fremden.“ rief ich, „und gewiß wird er noch dein Schwager.“ f

„Ach, wenn du meinſt, er heiratet Melitta? In dem Fall würde er mir leid tun. Allerdings iſt er reich genug, um ſich den Luxus einer ſol⸗ chen Frau, wie unſere Schweſter, zu geſtatten.“

„Nein, nein,“ rief ich heftig, „ſo meinte ich es nicht, du und Ruth, ihr ſollt euch heiraten.“

„Wie darf ich,“ erwiderte Axel finſter, „es überhaupt wagen, vor ein Mädchen wie Ruth Kreutz hinzutreten, mit der Bitte, mir die Sorge für ihr künftiges Lebensglück anzuvertrauen! Ihre Brüder würden, nach den Erfahrungen, welche ſie geſtern gemacht haben, es niemals zu⸗ laſſen, daß fie meine Frau wirt * N

„Aber Ruth liebt dich,“ warf ich ein.

„Darin täuſcheſt du dich, Dagmar.“ 4

„Nein, ganz gewiß nicht,“ verſicherte ich eifrig, „wenn du wüßteſt —," ich ſchwieg ver⸗ legen, faſt hätte ich mein Wort gebrochen, denn ich hatte Huth felt verſprochen, ihr mir gemach⸗ tes Geſtändnis Axel nicht wiederzuerzählen.

„Sie hat vielleicht ein flüchtiges Intereſſe für mich, weil wir in den meiſten Dingen mit. einander ſympathiſieren,“ jagte er, „aber es wird vorübergehen, wenn ich mich ihr nicht mehr ſo nähern werde, wie ich es bisher getan habe.

einen auf 18 500 Mark veranſchlagten Anbau er⸗ weitert werden. Auf Anregung des Grafen von Schwanenfeld⸗Schwerin auf Sartowitz wird das Fleinbahnprojekt e umgearbeitet. Die dadurch entſtehenden Koſten übernehmen größ⸗ tenteils Graf Schwanenſeld und Kaufmann Nudolf Conitzer. Der heutige Vieh⸗ und Pferdemarkt war mit Pferden gut beſchickt; dagegen war der Auftrieb von Klauenvieh wegen der Maul⸗ und

a Ma ganz unterblieben. Gute Arbeits⸗ pferde brachten 450 bis 600 Mark. In der evan⸗ eliſchen Kirchengemeinde blieb im Jahre 1913 die

ahl der Geburten gegen das Vorjahr um 12, in der katholiſchen um 60 zurück. Der Beſitzer Franz Gollnik in Schirotzken verkaufte ſein Grundſtück für 54000 Mark und Übernahme eines Altenteils an den Landwirt Viktor Gollnik daſelbſt. Die Ge⸗ ſchwiſter Neumann in Swekatowo verkauften ihr Grundſtück an den Landwirt Rudolf Neumann da⸗ ſelbſt ür 45 850 Mark. Kreis Schwetz, 9. Februar. (Einen Unter: haltungsabend) veranftalteten den Bewohnern des orfes und der Amgegend die Lehrer der Schule zu S mit ihren Schülern am Sonntag im nale des ee „Treichel. Es gelangten Theater⸗ und Geſangſtücke, Reigen und lebende Bilder zur Aufführung. Nach derſelben vergnügten ſich die Teilnehmer noch einige Stunden beim

Tanze. r Graudenz, 9. Februar. (Verſchiedenes.) Einen onnabend Abend

näch lichen Auſſtieg unternahm 10% Uhr der Ballon „Courbiere“ des oſtdeutſchen An der Fahrt beteiligten

Vereins für Luftſchiffahrt. ſich Leutnant v. Shmettau als Führer, Leutnant und Kaufmann

Noak, Hauptmann Wartge Früngel aus Graudenz. Sonntag Mittag lief ein Telegramm ein, nachdem die Landung des Ballons normitags drei Kilometer von Marggrabowa in Oſtpreußen glatt erfolgt it. Der Arzieſtreit in Graudenz iſt nunmehr durch das Schiedsamt endgil⸗ tia beigelegt worden. Der Schiedsspruch, der von den Kaſſenärzten und der allgemeinen Ortskranken⸗ kaſſe anerkannt worden iſt, ſieht die Beibehaltung der freien Arztewahl vor, Die Arzte haben ihre Tas tigkeit ſoſort wieder aufgenommen. Der Neubau des fatholiiden Knabenwaiſenhauſes wird, nachdem das alte am Schloßberg gelegene Gebäude von der e Ba ai 5 der Brombergerſtraße } ie Baufoj en fi etwa 130000 Mark. .

e Freyſtadt, 9, Februar, (Ein Wohltätigkeits⸗ Ss für die durch die Sturmflut Gef hadi ten der en unferer Proving veranſtalteten der elt: preukifs

hotel, welches gut beſucht war. Konzertſtücke, Ge⸗ ſangvorträge, Violinvorträge und Theateraufffh⸗

tungen füllten den Abend. Der Reinertrag beträgt 50—60 Mark.

Danzig, 5. Februar. fee e Der Ver⸗ kauf des ruſſiſchen Schweinefle'ihes hat in Danzig lo nachgelaſſen, daß die letzte Sendung in tem üb: lichen Umfang von 200 Schweinen nicht mehr frei⸗ händig verkauft werden konnte. Es Ai dabei nicht allein der Aldean der einheimiſchen Bre'je, ſondern auch der Umſtand mitgewirkt daß die Heincren Leute beim Einkauf ihres Fleiſches viel vorteilhafter durch die Danziger Fle i ſchermeſſter als an den Ber: faufsitelfen des ruſſiſchen Fleiſches bedient werden. Man hat ſich entschließen müſſen, die Reſte des ruſſi⸗ ſchen Fleiſches einzuſalzen. Nachdem die Stadt. verordnetenverſammlung im November v. J. eine entſprechende Anregung an den Magiſtrat gerichlet hatte, will letzterer jekt für Dienſt⸗ und NRepräjen’a- tionsfahrten des Mag ſtrats ein Perſonenautomobil beſchaffen, das 9700 Mark koſten ſoll. Das Fahrzeug ſoll durch einen abkommandierten Fahrer der Feuer⸗ wehr, deſſen Ausrüſtung noch 300 Mark erfordert, be⸗ dient werden. Herr Georg Berghold hat aus An⸗ laß des Sche dens des Kronprinzen von Danzig den Noten Adlerorden vierter Klaſſe erhalten. Ihm iſt außerdem geſtern die ara des Kronprinzen mit eigener Anterſchrift in koſtbarem Rahmen zuge⸗ ſandt worden. In Sablunas| fanierigtelten geraten iit die Fabrik chemiſcher Vrodulte von Kloß und Co. Dr. Schubert in Danzig ⸗Schellmühl, die beſonders mit der Landwirtſchaft arbe tet. Eine Gläubigerver⸗ ammtlung ſoll den Weiterbeſtand der Fabrik ſichern. Langfuhr ijt um einen Anziehungspunkt vermehrt, indem jetzt von der dortigen Fliegerhalle des Prin⸗ zen Friedrich Sigismund aus Flugübungen gemacht werden. Sowohl geſtern wie heute ſtieg der Flieger . —mñ— ———

e und neupreußiſche Lehrerverein im Bahn⸗ I

Herr Etiefnater mit einem Begleiter zu Flügen auf und man konnte die Eleganz und die Schnelligkeit des Flugzeuges in der Luft bewundern.

E Gorbon, 9. Februar. (Verſchiedenes.) Am Sonnabend Morgen gegen 3 Uhr brannte im Hauſe des Maurers ſinski in der Bäckerſtraße eine Bodenkammer aus. Von Hausbewohner wurde das Feuer gelöſcht. Der hieſige Landwehr⸗ verein feierte den Geburtstag des Kaiſers am Sonnabend durch Konzert, Theater und Tanz iM Schützenhauſe. Die Feſtrede hielt der Vorſitzer Poſt⸗ ſekretär Lambrecht. Bei dem offiziellen Kaſſer⸗ geburtstagseſſen in Krügers Hotel war die Br teiligung, 38 Perſonen, noch nie jo ſtark. Die Feſt⸗ rede hielt jtelly Bürgermeiſter Dr. Rieckenberg.

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5 Lokalnachrichten.

Zur Erinnerung. 12. Februar. 1913 Ernen⸗ nung des Admirals Jamamoto zum japaniſchen Miniſterpräſidenten. 1912 Niederlegung der Reichs⸗ tagspräſidentſchaft des Dr. Spahn. 1907 + Prin⸗ zeſſin Chrijtian Bonaparte. + Prinzeſſin Ma: thilde zur Lippe. 1902 + Lord be ehemaliger Vizekönig von Indien. 1896 + Ambroiſe Thomas, bekannter a Opernkomponiſt. 1894 Hans von Bülow, berühmter Pianiſt und Dirigent. 1880 + Karl von Holtei, bekannter ſchleſiſcher Did) tex. 1837 Ludwig Borne, hervorragender deut⸗ Feen Publiziſt. 1814 Siegreiches Gefecht mit den

id ly vor Soiſſons. übergang der Bayern und Ruſſen über die Seine. 1809 * Abraham Line coln, berühmter nordamerikaniſcher Präſident. * Charles Darwin, berühmter engliſcher Natur⸗ forfcher. 1804 + Immanuel Kant, der einflußreichſte deutſche Philoſoph neuerer Zeit. 1798 + Stanis⸗ laus IL, der letzte König von Polen. 1768 * Rail Stang J. von Sſterreich. 1714 * Fürſt von Raunth,

erühmter ölterrei iſcher Staatsmann. 1559 + Otto

Heinrich, Bialagre) bei Rhein, der Gönner der Heidelberger niverſität. 881 Kaiſerkrönung Karls III.

Thorn, 11. Februar 1914.

(Der deutſch⸗evangeliſche Jugen® verein Thorn) beging am Sonntag Abend die Raijergeburtstagsfeier im neuen Saale des Biftoria parks. Den zahlreich erſchienenen Gäſten bot der Ver⸗ ein eine Abendunterhaltung, die in ihrer Gediegen⸗ heit für Vereinsfeſtlichkeiten als vorbildlich gelten konnte und den jungen Leuten Ehre machte. Zund wies die Vortragsfolge muſikaliſche Vorträge tal ſiſche Kompoſitionen, wie ebers Jubelouvertüre, ve Maria von Gounod, Träumerei von Schu⸗ mann, Trovatore von Verdi u. a. m. auf, die von Vereinsmiigliedern teils auf dem Klavier, teils auf dem Klavier mit Geige, meiſt mit gutem Ausdruck zu Gehör gebracht wurden. Ein junger Mann 111 wirkungsvoll einen Prolog, dem die Feſtrede folgte, die Herr Präparandenlehrer Habricht hielt. wies darauf hin, daß die 1 E ntartungser⸗ ſcheinungen, die ſich im deutſchen Volksleben bemerk⸗ bar machen und immer weiter ausbreiten, nur eine an Körper und Geiſt ſtarke Jugend überwinden kann, In ihr liege die Zukunft des Vaterlandes, das einſt e Männer brauchen werde; fie ſollte das in chwerer Zeit Errungene verteidigen und erhalten. Den großen Wert, die Jugend in vaterländiſchem Sinne zu erz ehen und fie 1 ihren ſpäteren Lebens“ gang als wahre deutſche Männer zu ſchulen, auch der Kaiſer erkannt, der darum den Jugendpflege⸗ beſtrebungen warmes Intereſſe entgegenbringe. Der Redner, der auch kurz das Wirken des Vereins im u den Sinne ſtreifte, endete mit einem 9 0

0 den Kaifır, dem außerdem durch den Seiang der

Kaiſerhymne gehuldigt wurde. Im zwe ken Teil des Unterhaltungsteils hatte ſich der Verein eine große und ſchwierige, aber auch dankbare Aufgabe, die Aufführung eines ßaktigen Vollsſchauſpiels, ge⸗ ſtellt. Das Stück nannte ſich „Andreas Hofer, der Sandwirt vom Paſſeier“ und war eine eng an die Historie angelehnte Wiedergabe der tragiſchen Exeig⸗ niſſe in den Tiroler Bergen während der Jahre 1809/10, Das Stück ijt nicht ſehr bühnenwirkſam,

birgt aber in feiner schlichten Handlung mit ihren

lebenswahren Begebenheiten den Verzweiflungs⸗ kampf eines um ſeine Freiheit kämpfenden Volkes in ieinem beſten Volksgenoſſen Andreas Hofer darſtel⸗ ſtellend tiefe, beſonders für die Bugend unferet Tage erz’eherijche Werte. Den nachha tigen Eindruck, den die etwa 1% ſtündige Aufführung hinterließ und —ää—— ;u— 74

Es widerſtrebt mir, um eine reiche Erbin zu werben, der ich nichts bieten kann. Ich muß ar⸗ beiten und ſparen, um Reginald die mir ſo großmütig, gelichene Summe wiederzuerſtatten. Und nun Dagmar, wenn du mich etwas lieb haſt, jo berühre, bitte, dieſen Punkt nicht mehr. Ich werde niemals heiraten, denn bis ich ſoweit bin, daß ich auf eigenen Füßen ſtehe, hat Ruth längſt einen andern gewählt, der ihrer wir- diger iſt.“

Axel ſprach ganz ohne Bitterkeit, aber es klang ſo tieftraurig, daß ich nervös und aufge⸗ regt wie ich war, in Tränen ausbrach.

g Da ſtrich er ſanft über mein Haar. „Du biſt ein warmherziges, kleines Mädchen, und ich danke dir für deine Teilnahme.“ f

Dann küßte er mich und ging.

Ich konnte lange nicht einſchlafen, und als endlich der Schlaf über mich kam, da war mein letzter Gedanke, daß ich Reginald garnicht ſo recht von Herzen für ſeine Hilfe in der Not ge⸗ dankt habe. Er ließ es auch nicht dazu kommen. Wenn man ihm danken will, dann hat er eine liebenswürdig abwehrende Handbewegung als Antwort und macht ſo, als ſei alles, was er ge⸗ tan, einfach ſelbſtverſtändlich.

Mit ſeinem Namen auf den Lippen ſchlief ich ein, aber im Traum ſah ich nicht ihn, ſondern Rolf, mit dem ich in einem leichten Boot über die ſturmgepeitſchte See fuhr. Die Wellen gin⸗ gen immer höher und wilder und drohten, über Bord des kleinen Fahrzeuges zu ſchlagen; da

hörte ich plötzlich Dora, welche auf einem hoch⸗

aufragenden Felſen, inmitten der toſenden See, ſtand, rufen: „Ich kenne die Liebe, ſie iſt kühn und ſtark und überwindet alles, Tod und Bet? zweiflung.“ Da ſchlang Rolf Kreutz ſeinen Arm feſt um mich, eine mächtige Woge hob unſern Kahn hoch empor, und dann ſanken wir tiefer und tiefer, ich verlor die Beſinnung alles im Traum und, als ich wieder die Augen auf ſchlug, rief Reginalds Stimme: „Das iſt ja das kleine Neſthäkchen aus Treuenhoff!“

Ein toller Traum! Mir hat niemals früher derartiges geträumt. Geſtern Abend habe if ja Rolf Kreutz kaum angelehen, ich wagte e nicht, meine Augen zu ihm aufzuſchlagen, er hat einen ſolch gebietenden Blick. ae ik

Ruth ift ſehr beſorgt um ihn. Er hat fürif lich eine ſchwere Krankheit durchgemacht un“ hat nun ein unheilbares Lungenleiden nachbe⸗

doch noch lange leben, wenn er auch ſelbſt den Geſchwiſtern geſagt hat, „er fei heimgekommen, um in der alten Heimat zu ſterben.“

Rolf ähnelt in ſeinem Außern ſehr Regina nur ift bei letzterem im Ausdruck alles weiche und ſonniger. Das Schidjal mag Rolf verhärte haben; er ift drüben in der neuen Welt geweſen, wo er ſich ein Vermögen erworben hatte, Be ihm erlaubte, einige Jahre hindurch ein Rell? leben zu führen. Er shat in ſeinem Auftren etwas ungemein Feines, Tadelloſes, das an einen Geſchwiſtern als Patengeſchenk in of Wiege gelegt worden iſt.

(Fortſetzung folgt.) SS ER 223

halten. Nach ärztlichem Ausſpruch kann er je“

der taufifende Beifall ellern, die Nien,

j all am Schluſſe Ht auch den Dare 0 iM Originafkoſtümen au mit zu lern au Ohne einen Vergleich mit Berufsſchauſpie⸗ ſumtell ficben, muß anerkannt werden, daß ſie ihre halten 8 Nollen oft ſehr geſch'ckt aufgefaßt gilt i N mit Fleiß und Eifer verkörperten. Das ers (R Slonderen von dem Darſteller Andreas Ho⸗ tigste N. lle in! der die umjangre.dite und schw ie⸗ nend war e gut bewältigte. Ebenfalls recht anerken⸗ Ehm) wae Peter Haſpirger -(Runow), Naffl (O. lebendes ig raster Baraguay (Bun). Fin ſchio Ade daß die Erſcheßung Hofers darſtellte B das Schauspiel und da ns 17875 ab. Der 5 ſpiel und damit den Abend, würdig menſein ier folgte noch ein geſell ges Be. ſam⸗ in TelSchifferübung.) 2 März fi in f bung.) Am 18. März findet aaa et, eine Cibjdjfterpriijung ftatt. Meldun⸗ ſtzenden 155 nahme an der Prüfung ſind an den Vor⸗ Thorn, pie, Prüfungstommiffſon, Baurat Förſter in Meldun, f gum 1. Marg d. Is. einzureichen: Der zeugnis, den beizufügen: ein pol zeiliches Führungs⸗ tieße zurück Dienſtbuch über die im Sch ffahrtsbe⸗ Sjenigen Sen ae dent eo. ein. deuanis 4 b SETS » © em E ragt zuletzt beſchäftegt geweſen it. a: male:

Aus dem Rardfrei lundwirtem, Landkreiſe Thorn, 7. Februar. (Der Spe tihittiche Verein Beniau) hielt ee in fue eet Qu eine Verſammlung ab, die ſehr gut be⸗ dorf eröffne, Der Vorſttzer, Herr Ru ba⸗ Groß Böfen⸗ Nun Tate die S.bung und erteilte Herrn Ende⸗ „Wie las u, das Wort zu einem Vortrag: oben Din ber Landwirt auf eigenem Grund und dab ungungsverſuche anſtellen und was kann er entfpann Wah 6 UnfHlug an dieſeſn Vortrag 3 L fi eine rege Disluſſion über Düngungs⸗ 125 g i toffdüngung. Herr E. denen e ze verſchiedenen Eigenſchaften ter verſchie⸗

dor ü li r. 5 af ei ausſtreuen läßt

nd ſchwefelſaure Ammon ak anholt

1 ae ender und ſicherer

daß es Yilliger fei 1 mit gro⸗ er Vorſitzer dankte ichen und in, (men des Vereins für ſeine tetr- ſchluß a ntereſſanten Ausführungen. Im An⸗ i

licher V eine Reihe geſchäft

Verſam nti geschleſen een erledigt und dann die

Manniafaltiges.

eens Breslauer Sittenaffäre) den Made Skandal beteiligten minderjähri— Seidel fi chen Klara Fröhlich und Emma ie pie in der Berufungsverhandlung von an rafkammer zu je zwei Wochen : Hiner worden. Das Jugendgericht Throne am 18. November 1913 freige⸗ krabat Ihnen für die Erfenninis der fehle. ihres Treibens die nötige Einſichl (Der Berli N i

die ner Preſſebalh hatin rug 4 de den bisher größten Überſchuß,

00 Mark, erbracht. Ane n Wertheim unbekannten Nthatts.) Aus drei öffentlichen

\ Du elltngen des Geh. Hofbaurats Heim au mr Warenhansvefiger Kaufmann dieſer AAN in Berlin erfährt man, dah 5 ale d unbekannten Aufentha tts iſt. von dieſem em Geh. Hojbaurat Heim für die ow Rent erworbenen Beſitzungen in Clas 380 000 Mar r im Geſamtbetrage von Hager un 9.) Ein Bürger, der nicht ge: giſtrat N will, hat dem Berliner Ma: ie Ae 000 ark Konſols überwieſen. begabte, 0 ſollen zur Unterftügung beſonders 12 5 erliner Kinder während der Schul⸗ dur Abſchlußprü ung dienen. Ain ld leudrama) In der Nacht Boeri, 0 55 haben der Schloſſermeiſter Ende MO eine Ehefrau ihrem Leben ein ; gemacht, indem fie in ihrer Wohnung lin die Gashähne öffneten. Als Gar aufſand, war der Tod bereits a Grund nes Selbſtmordes i QSiorgen infol 112 75 des Moines angeführt. San sues Rarp,e digungsprogen) Das am Er wer Schöffengericht verurteilte roger end den Stadlverordnelen Max fängu aus 5 zu einem Monat Ge: tadtyoracn ee, waren die bürgerlichen ſch Ma aL in Rathenow. 605 lühllen öſſentlic luzerungen, die Groger in einer ung N öätaldemufratiichen Volksverſamm⸗ eleidigt. 91 November v. Is. getan hatte, N ae e Außerungen bezogen ſich auf Ordietenverjane ver Rathenower Stadtver-

: lung zu ei ; erzogs Ernft Aa eee

eim Spielen Meldung Hor ſt

verunglückt.) aus Hannover im. Kreiſe Neuſtadt, am inder beim Spielen von Windmühle erfaßt. Sie ſchweren Schädelbrüchen dem rankenhauſe in Hannover zuge⸗ lüngſte drei Jahre alte Kind ift „einen ſchweren Verletzungen er-

planen.

4

ely!

Die Enthüllung des Scott⸗Denkmals Alpen.

Auf den Höhen des Col du Lauteret in den franzöſiſchen Alpen, wo Scott 1908 jene Auto⸗ mobilfchlitten für die Reiſe zum Südpol ere

probte, iſt das ichlichte und würdevolle Denk⸗

mal enthüllt, das der franzöſtche Alpen⸗Klub zu Ehren des auf ſo tragiſche Weiſe gefallenen Südpolentdeckers errichtet hat. Das Denkmal

die Wiſſenſchaft ſtarb um den 25. März 1912.“

in den

zeigt die Form eines hohen keltiſchen Grab⸗ hügels, von deſſen Spitze ein Maſt emporragt. An der Oſtſeite gewahrt man eine Inſchrift auf einer Bronzeplatte: „Der engliſche Kapitän R. F. Scott, der auf der Heimkehr vom Südpol mit ſeinen Kameraden tapfer für ſein Land und für

legen. Der Zuſtand ſeiner beiden Geſchwiſter iſt ſehr bedenklich.

(Stiftung.) Der verſtorbene Stadtrat Sombart hal die Stadt Magdeburg zur Nacherbin ſeines beträchtlichen Vermögens eingeſetzt, das haupiſächlich zu wohltätigen Stiftungen verwendet werden ſoll. Der Gee ſamtwert der Sliſtungen beträgt 800 000 Mk.

(Beim Reiten) ſtürzle, wie aus

Saarbrücken gemeldet wird, Hauptmann fſturz einer Mauer ein Feuerwehrmann

Hilder (Inf. 70) und zog ſich lebensgeſähr⸗ che Verletzungen zu.

( Familientragödie.) Der in einer Sgarbrückener Kanzlei beſchäſtigte Schreiber Weiß hat Montag in der Wob⸗ nung ſeiner Schwiegermutter zu Saarunion feine Frau, mit der er einen Scheidungs— pro führte, ſein dreijähriges Kind, ſeine Schwiegermutter und dann ſich ſelbſt erſchoſſen.

(Der Giftmörder Hopf) hat im Gefängnis Preungeshem unerwartet nach geiſtlichem Zuſpruch verlangt, der ihm auch gewährt worden iſt. Hopf iſt ſeeliſch völlig zuſammengebrochen. ° Es befttitigt fic, daß Hop einumfuflendes Geſtändnis feiner Jän: lichen Verbrechen abgelegt hat. Neue Pro⸗ zeſſe gegen den Giflmörder werden jedoch von der Staatsanwaltſchaft nicht eingeleitet, weil im Falle neuerlicher Veruſ teilung auf keine ſchwerere als die bereits verhängte Todes⸗ ſtraſe erkannt werden kann.

(Tödlich verungliidt) iſt der be kannte Skiläufer Paul Rotter von der Deut⸗ hen Eishockeygeſellſchaft in Prag bei einem Skiüprung in Hall bei Junsbrud, °

(Keſſel⸗Exploſion.) In einer Färberei zu Agliate in Italien explodierte ein Keſſel mit ſo großer Gewalt, daß das ganze Fabrikgebäude zum Einſturz gebracht wurde. Zwei Arbeiter wurden dabei getötet, fünf weitere lebensgefährlich verletzt.

(Ausbruch eines Tigers.) Dienstag Mittag brach aus der Menagerie Hagenbeck, die auf einem freien Platze der Brüſſeler Vorſtadt Grelles aufgeſchlagen iff, ein Königstiger aus. Es eulſtand eine Pam, denn das Tier rannte in ein Zigarren⸗ geſchäft, wo die Beſitzerin gerade hinter dem Ladentiſche beſchäftigt war. Sie ſchloß fi in ein Hinterzimmer ein, und kurz darauf wurde der Tiger von den nachſtürmenden Lierwaiiern gefangen genommen und in den bereitſtehenden Käfig befördert. '

(Raubüberfall nach Hennigs- dorfer Muſter.) Als der Verwalter der Rolhſchild'ſchen Güter in St. Benoit (Frankteich); namens Bodenant bei Einbruch der Dunketheit im Begriff ſtand, auf feinem Fahrrad den Heimweg anzutreten, bemerkte er quer über den Weg geſpaunt ein ſtarkes Drahtſeil. Als er abſtieg, ſtürzten plötzlich zwei Männer mit vorgehaltenem Revolver auf ihn zu, und nur mit großer Mühe ge⸗ lang es dem Verwalter, zu entkommen. Die Polizei mmmt an, daß das Drahifeil geſpannt wurde, um einen Raubüberfall auf das Aulo⸗ mobil eines reichen Fabrikanten, der jeden Abend um dieſe Zeit den Weg paſſierte, zu

beſtohlen hätten, hätten ſich

(Gefangenen meuterei.) Aus Paris wird gemeldet: Im Gefängnis von Punaon-Penh in Kambodſcha über⸗ fielen an 800 eingeborene Gefangene die Wächter. Dieſe machten von der Feuerwaffe Gebrauch und tötelen mehrere Gefangene.

(Unfälle bei einem Brande.) In Lille wurde bei einem in einer Spin⸗ nerei ausgebrochenen Brande durch den Ein⸗ ge⸗ tötet und mehrere andere, darunter der Haupt⸗ mann Crombet, ſchwer verletzt.

(Verhaftung eines Millionärs wegen Kuppelei) Im Gren zſtädtchen Myslowitz itt, wie ein Telegramm aus Petersburg meldet, der Millionär Weichmann wegen gewerbsmäßiger Kuppelei verhaftet worden. Sein Geſuch um Freilaſſung gegen eine Kaution von 500000 Rubel wurde ab⸗ ſchlägig beschieden.

(Ein neuer Panamaſkandal.) Der Direktor für die Verpfleaungsabteilung der Kanalarbeiter ijt vom Oberſten Göthals entlaſſen worden. Direktor Burke foll wäh⸗ rend ſeiner Amtsdauer 78 000 Dollar aufge⸗ häuft und Grundbeſitz im Werte von 50 000 Dollar erworben haben. Die gerichtliche Ver⸗ folgung iſt eingeleitet. | :

(Für 400000 Mark Radium für einen Kranken.) Der Tod eines Man⸗ nes wird gemeldet, zu deſſen Heilung die größte bisher für einen einzigen Menſchen verwendete Menge Radium aufgeboten wunde. Das amerikaniſche Kongreß mitglied Robert C. Bremner litt an Krebs in einem fortge— ichrittenen Stadium, und fo verſuchte man als letztes Hilfsmittel vor 4 Wochen, ihm durch Radium zu helfen. Für 100 000 Dollar, aljo für mehr als 400 000 Mark, wurden von der heilkräſtigen Suoſtanz gekauft, aber auch dieſer große Aufwand war vergeblich.

(Eine Mörderin aus Liebe.) Aus Newyork wird gemeldet: Am Sonnabend iſt die von ihrem Manne, einem reichen Automobilbeſitzer, getrennt lebende Frau Eliſabeth Wenning in Dewar von uns bekannter Hand getötet worden. Der Mörder wurde entdeckt. Es iſt ein 19 jähriges Mäd⸗ chen namens Heromann. Das junge Mäd⸗ chen nahm nach ihrer Tat Gift und wurde flervend ins Kraukenhaus gebracht, wo fie er⸗ klärte, daß fie ſich in den Automobilbeſitzer verliebt habe und deſſen Frau ermordete, um ihn nachher heiraten zu können. ls fig aber die Tat vollbracht habe, erſchrak fie beim An⸗ blick der Leiche jo, daß fie beſchioß, ſelbſt aus dem Leben zu ſcheiden.

(Rieſenunterſchlagungen bei amerikaniſchen Bahnen.) „Daily Chronicle“ meldet aus Newyork vom 9. d. Mis., von der Unterſtale Commerce Com: miſſion ſeien aufſehenerregende Enthüllungen im Großen bei der Newyork, Newhaven und Harlforb⸗Bahn gemacht wurden. Ein früherer Vorſitzer der Kommiſſion erklärte, daß eine Summe von 28 Millionen Mark verſchwunden fei. Senator Hllch cock erklärte, die Männer, die die Geſellſchaft ruiniert und die Aktionäre ich zu gleicher Zeit

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als gemeinnützige Puritaner der Finanz auf⸗ gespielt. *

(Eiſenbahnunglück in Ame⸗ rik a.) Der Schnellzug von Saint Paul nach Omaha entgleifte unterwegs, weil durch die Kälte eine Schiene geſprungen war. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte. Der ganze Zug ſtürzte um.

Berliner Viehmarkt. Slädtiſcher Schlachtviehmarkt. Amtlicher Bericht der Direktion, Berlin, 11. Februar 1913. Zum Verkauf ſlanden: 400 Minder, darunter 209 Bullen, 69 Ochſen, 192 Kühe und Färſen, 2258 Kälber, 1425 Schafe, 18 778 Schweine. FEEEEESEESSESESEESSEESESEESEEEEEEEE

Brei hive 44 5 Lebend- Schlacht⸗ Preiſe für 1 Zentner gewichl gewicht Kälber: a) Doppellender ſeinſter Maſt. 95-106 136—157 b) feinſte Daft (Vollmaſt⸗Maſt) . 67—79 | 112—117 e) milllere Maſt⸗ und beſte Saugkälber 69-65 | 190-108 d) geringere Maſt- und gute Saugkälber] 52-58 91-102 e) geringe Saugkälber 39-48 71-87 . Schafe: ; A, Stallmaſtſchafe: a) Maſtlämmer u. jüngere Maſthammel] 45—47 | 90 —114 b) ältere Maſthammel, geringere Maſt⸗ lämmer und gut genährte junge Schafe. he Ob babe ba Pe c) mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzſch. ſe ) Beer, B. Weide maſlſchafe: a) Maſtlännner . 3 Fae b) geringere Lämmer und Schafe . Schweine: ; a) Fettſchweine über 3 Ztr. Lebendgew. b) vollfleiſchige d. feineren Raſſen u. deren Kreuzungen von 240—300 Id. Lebend gewicht. ] 50-51 f 32—84 e) vollſleiſchige d. ſeineren Raſſen u. deren Kreuzungen von 200—240 Pfd. Lebendge wicht: 4 49-50 61—83 d) vollfleiſchige Schweine von 169—200 Pfund Lebend gewicht. [ 48-50 | 60-62 e) fleiſchige Schweine unter 160 Pfd Lebend gewicht. 446-48 | 58—60 f) Sauen. „e e een e 0. Marktverlauf: Rinder: bleibt Überfland. Kälber: ruhlg. Schafe: auszuverkaufen. Schweine: ruhig.

. —— .

Magdeburg, 10. Februar. Zuclerbericht. Kornzucker 88 Grad ohne Sack 8,871 8,97. Nachprodukte 75 Grad ohne Sad 6,65 7,10. Stimmung: ruhig. Wrotraffinade I ohne Faß 19,12½ 19,25. Kriſtallzucker I mit Sack —.—.

Gem. Naffınude mit Sack 18.87/— 19.00. Gem. Melis I mit

Sack 18.57 ½ 18,50. Stimmung: geſchäftslos.

verzollt

Hamburg, 10. Februar. Rüböl ſtetig, 67. Leinöl ruhig, loko 51, per Mai⸗Auguſt 53. Wetter: ſchön.

Wetter- Ueberſicht der Deutſchen Seewarte. Hamburg, 11. Februar. = 5 = E Witterungs⸗

1 Zaren 2 verlauf

der Beobach⸗ 8 5 = & Wetter SOE! der letzten tungsſtation ae RS 2 24 Stunden Borkum 761,216 wolkenl. 03] jgieml. heiter Humburg 763.9080 heiter 63 ſmeiſt bewölkt Swinemünde 408 S heiler al Inorw, heiter Nenfagrwaffer 1766,51; SSD ihalb ned, —1] ſvorw heiter Memel 63,105 Nebel zzieml heiter Hannover 764.5 S heiter 04 zieml. heiter Berlin 1766.5 S heiter —1 vor w. heiter Dresden 168 60S wolkenl. 4] vorw. heiter Breslau 768,60 wollten.] 2 zieml. heiter Bromberg 767.80 wolkenl. —5] vorw. heiter angi Metz > 765,316 wolfig 02) zzieml. heiter Frankfurt, WHE IRN Diünſt 03) zzieml. heiter Kar sruhe 766,6 ſwoskig vorw. heiter München 770,0/ SSD ſwolkenl. —5] Ivorw. heiter Baris Vliſſingen 760,0 S dalb bed. 05] nachts Nied. Kopenhagen 763.3 WSW Dunſt 04 jziemf. heiter Stockholm 761,3 WSW'öbvedect 04) 2,4 ſvorw. heiter Huparanda 158,88 Nebel —hi nachts Nied. Archangel 760,00 f{wolfent |—15]) fnachm. Nied. Petersburg 60,6 bedeckt Ol] 6, 4 nachts Nied. Warſchau 269,60 SSO Nebel —3 vorm. Nied. Wien T11,5|6D Nebel —4| Iporw. heiter Mom 768,7 NW bedeckt 08} Uneiſt bewölk! Krakau 721,6[ORO Nebel —7 por. heiter Lemberg 771,315 Nebel —4) {meift bewölkt Herimannfladt|773,$|SO Nebel |—14 Izieml heiter Belgrad vorm. heiter Biarritz 762,1] SW halb bed. 12) Gewitter Nizza —| |vorw. heiter

Wetteranſage. (Mitleilung des Welterdienſtes in Bromberg) Vorausſichtliche Witterung für Donnerstag den 12. Februar: heiter, Nachtfroſt, tags milde. 5

12. Februar: Sonnenaufgang 7.26 Uhr, Sonnenuntergang 5.03 Uhr. Mondaufgang 7.48 Uhr, Monduntergang 8.06 Uhr.

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Das Verzeichnis hat die Mit⸗ gliederzahl und danach die Zahl der Wahlitimmen anzugeben.

Jede Innung hat mit 20 und weniger Mitgliedern eine Stimme, dei 21 bis 50 Mitgliedern zwei Stimmen.

Die Herren Junungsober⸗ meiſter werden gebeien, wins gehend die Mitgliederzahl nach dem Stande am 1. Februar hierher anzugeben.

Die Wahlordnung iſt enthalten in der am 7. Februar ausgegebenen Sonderbeilage zu Nr. 6 des Amts⸗ blatis der königlichen Regierung zu Marienwerder.

Thorn den 10. Februar 1914.

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Thorn den 3. Februar 1914.

Der Magiſtrat.

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. Sitzung vom

horn, Donnerstag den 12. Februar 14

Die Preſſe.

(Drittes Blatt.)

TEEN LETS =

treten, Berli olizeipräſidium Beamte preußiſcher Landtag. Name Cludtüm ber Verpällaſt had . a Abgeordnetenhaus.

London geſandt epee Al ee nt ae 10. : und der Vororte wird bitter Klage geführt, Am Miniſtertiſch: F Br Mitglieder des Königlichen Hauſes ein zu ſchnelles nterpellation über die jutoraſerei. Tempo fahren. Bei aller Ehrfurcht ſollte da die nett der Tagesordnung ſteht zunächſt die Inter⸗ Polizei einſchreiten. Und ich möchte den Herrn ation des Zentrums über den Unfall der beiden | Miniſter bitten, ſeinen Einfluß dahingehend geltend chstagsabgeordneten in Berlin, in der die Re⸗

gierung gefragt wir ie ft Ab 4 : Anzuerk iſt, daß die | rd g. Hofer (Soz.): Anzuerkennen iſt, da} wirken lenden ne Berliner Se e ee ae als bier tp die durch de i i anderen Städten. Die Berliner Chauffeure arbeit entſtehen. ch den geſteigerten Automobilverkehr be a eh e eee 15 ein

m: Abg. Freiherr v. Steine Tri . beſſere Bezahlung und beſſere Arbeitsbedingungen Bit bedauern den Unjatl Bes beiden Leica könnten unfallverhütend wirken. Ta die gedmeten und müſſen die Frage aufwerfen, ob| Abg. v. Tramp zins ki (Pole): Die Aus: ere Beltimmungen über den Rtait-| wüchſe des Automobilweſens, zu dem auch die Un verte t ausreichend find. Vor allem muß eine Saen ae aa 8 r 2 (Str.): tand der Arbeiter der Groß⸗Eiſenindusteſe fordert x Be nur noch einmal dem Wunſche Ausdrud Mit dem koſtbaren Gut der menſchlichen Arbeitskraft geben daß mit aller Energie gegen diejenigen ein⸗ darf kein Raubbau getrieben werben. Unfälle werden 155 chrltien wird, die ſich gegen die beſtehenden Vor⸗ fi leider nicht vermeiden laſſen, aber ihren Urſachen ſchriften vergehen muß auf den Grund gegangen werden. Die Arbeit⸗ Die Beſprechung ſchließt eber betrachten ihre Arbeiter in weit höherem Die allgemeine Beſpre ung zum ße als ihre Mitarbeiter. Trifft den Arbeiter ein Etat des Miniſterinms des Innern Schaden, ſo leidet auch der Arbeitgeber darunter. : 2 rf iniſteriums des In Man ſoll bedenken, daß es ſich um Hunderttauſende aten Dallwd : Der Abg. Dr. Seyda von Arbeitern handelt. deen ne ich die Vor⸗ hat ſich geſtern mit dem Shimartenvercin beigattegt, | We die gang allgemein ae ee DS ers Sein Material handelt im weſentlichen von der bete dete auf deal, amchen sles Peet Beldafiung ne bla ien it den chte wane (Beifall 1 He 3 : ter. D ſtmarkenverein ijt mit dem vutheniſchen e e Komitee ie lich zur Beldaifung von Saiſonarbei⸗ „ede rüde a 1 00 nie. Gs fink, nach 15 tern für die deutſche Landwirtſchaft in Verbindung neo. er zu iefem Kapitel vorgemerkt. (Unruhe.) getreten. An ſich geht die Sache meinen Etat nichts Wenn jeder ſolange ſprechen wollte, wie der Vorred⸗ en 0 an. 59. habe aber das Wort genommen, weil der fert ſo werden wir morgen noch nicht damit Werden von den Behörden nicht genügend Abg. Seyda einige Briefe mehr privaten Charak⸗ 19. = 5 5 ma ert, Ein he ee 25 des bel Tiedemann zur Verleſung gebracht Abg. Büchner (Soz.): Geheimrat Bumm hat 1 N jollte an jedem Wagen angebracht werden, hat. Wenn der Abg. Seyda aus einem diejer Briefe die Sauglingsfürſorge als eine der erſten Pflichten mu Boliziiten rache Kontrolle ermöglicht. Es die Schlußfolgerung gezogen hat, daß die Anwen⸗ des Staates bee net. Es fehlt nicht an Konzep⸗ a tidihtslos gegen unvorſchriftsmäßiges dung des Enteignungsgeſetzes infolge eines Druckes tionsfähigkeit, ſondern an Konzeptionsfreudigkeit. Keren eingeſchritten werden, damit nicht Menſchen⸗ des Herrn v. Tiedemann oder des Oſtmarkenvereins Die reichsgeſetzliche Regelung des Hebammenweſens ee werden. Ohne Rüdfiht der Perſon auf den Landwirtſchafts miniſter 1 fei, fo| iſt eine alte Forderung der Wiſſenſchaft ite muß end⸗ inigeſchritten werden. (Beifall.) ſcheint er doch außerordentlich wenig, erſtändnis lich i e gol Leider hat ſich bisher nicht wn m 15 I au v. Dallwitz: Ich gebe sale zu ache, welche e u def ue en nigſte e Wie e Per ber u i erzliche i arimen bei der preußiſche egtenu eſtehen. n einige . 8 amt d rzlichen Anteil Ausdrug an dem gE i 55 7 g Pe EHRE zur rei seen Regelung heraus⸗

Deutſcher Reichstag.

210. Sitzung vom 10. Februar, 1 Uhr.

Am Bundesratstiſch: Dr. Delbrück.

Die Einzelberatung des

Etats für das Reichsamt des Innern wird fortgeſetzt. :

Die zurüdgeftellten Kali⸗Poſitionen werden anges nommen, und zwar mit dem Antrag v. Graefe, wonach die für die Kalipropaganda bei der Weltaus⸗ ſtellung in San Franzisko ausgeſetzten 500 000 Mk. allgemein für die Auslandspropaganda verwendet werden ſollen.

Die Ausſprache über das Kapitel Reichsgeſund⸗ heitsamt wird fortgeführt.

Abg. Meyer⸗Celle (natl.) begründet eine Rez jolution, die Erhebungen über den Geſundheitszu⸗

dung darüber . Ade ne

h eſitze eines polizeilichen Sec war. Der Fußgänger muß endlich eine ek erſchreiten können, ohne in Lebensgefahr ſche n. In den letzten Jahren find über 6000 ndert zin Berlin überfahren worden, mehrere 1 ind dabei zu Tode getommen. In der Neschen die 0g wie ich feſtgeſtellt habe, die Auto⸗ ia, ie Schuld. Kein einziger Menſch verun⸗ ue 6 td die Feuerwehrautomobile, weil dieſe 1 eben ignale geben. Gewiß wird den Führern das und Bae chwer gemach durch ſpielende Kinder ten die ſähtige Paſſanten, aber im allgemeinen erlaubten Glutoführer mit einer größeren als der tafen ott Geihwindi keit. Auch andere Fuhrwerke elle durch die Straßen. Ein Anreiz zum a Fahren für den Autoführer find die Pro⸗ nde er von den Einnahmen erhält. Die Kraft⸗

Weder der Landwirlſchaftsminiſter, noch der Mint⸗ ſter des Innern ſind in der Lage, aufgrund einſei⸗ tiger Information eine jo jhwierige Maßnahme zu treffen, darüber zu beſchließen, wie es die Anwen⸗ dung des Enteignungsgeſetzes iſt. Darüber beſchließt aufgrund alljeitiger Information und unter Wür⸗ di a der Geſamtlage der einſchlägigen Verhält⸗ niſſe das Staatsminiſterium. Die Gründe für die Anwendung ſind ſeinerzeit von mir dargelegt wor⸗ den. Zum Teil verſchuldete die Anwendung der Terrorismus der Polen, die ihre Landsleute ver⸗ hinderten, Güter an Deutſche zu veräußern. Sollten die Verhältniſſe ſich in der Zukunft nochmals derart zuſpitzen, wie es damals geweſen iſt, jo würde auch von ſeiten der Regierung die Ene wieder zur Anwendung gebradt werden, gleichviel was Herr v. Tiedemann oder der Abg. Korfanty darüber denken. Zum Fall Jagow habe ich meine Stellung⸗ nahme bereits bei der erſten Leſung klipp und klar dargelegt. Ob und in welcher Weile ein Reſſortcheſ en Vers über private Meinungsäußerungen eines ihm un⸗ Anfä Juden. Daß mehr Kraftdroſchten an den kerſtellten Beamten fic) auseinanderſetzen will, iſt i i allein ſeine Sache und entzieht ſich vollkommen der Einwirkung der Parlamente. Aber die Beamten t nur der Vorgeſetzte zu entſcheiden. Hier ilt ; Legislative und Exekutive ſtreng du ſcheiden. Selbſt men e. Stunden am Tage auf die Straße kom⸗ in rein parlamentariſch regierten Ländern wird kein pflichtbewußter Miniſter ſich das Recht ſtreitig ma⸗ chen laſſen, allein über ſeine Beamten zu entſchei⸗ den. Das iſt ein Gebot der praktiſchen Notwendig⸗ keit, denn wenn jede kleine Sache des Reſſorts hier erörtert werden müßte, jo würde damit die Autori⸗ tät der Beamten zu Grabe gebragen werden. (Sehr richtig!) Es würde die moraliſche Selbſtändigkeit eines jeden 007 untergraben, wenn er befürch⸗ ten müßte, daß die Beurteilung ſeines dienſtlichen Verhaltens nicht von ja n ein ſondern von vorübergehenden Strömungen im Parlament abhängig ſein joll (Lebhafter Beifall.)

Abg. Ad. Hoffmann (Soz.): Wir find eben Ya nicht einverſtanden mit der ſpäten Einberu⸗ fung des Landtags. Die Kirchenaustrittsbewegung iſt auf eine allgemeine Unzufriedenheit mit der

der Herren Albgg. Hebel und Pik. (Bei⸗

= Der Minifter jhiltert den Hergang des Un- nehmen will. Er wirft alle unſere Rejolutionen in gem:

den großen Papierkorb. Auch die Feſtigung der ſo⸗

zialen Stellung der Hebammen iſt notwendig. 75

Drojent der Hebammen in Deutſchland nagen am ungertuch.

Abg. ee (Ztr.): Die ländliche Bevölke⸗ rung, namentlich in von der Natur bevorzugten Ge⸗ genden, leidet ſchwer unter der Staubplage, die die

utomobile verurſachen. Verdammenswert ijt die wahnſinnige Raſerei der Automobile, die Ich: zu dem bedauerlichen Unglück zweier Kollegen gef tt hat.

Miniſterialdirektor Lewald: In England hat man durch die Teerung der Landſtraßen der Staub⸗ entwicklung ſehr ms je entgegengearbeitet. Allex⸗

d . en prozen⸗ Vertehn . Bevölterungsziffer qurildgegangen. Der eichsg

r Die Vorſchriften tere enten tes 3 n⸗ Ronen Bonet Wir haben aber bereits die Revt- men. In 8 Vorſchriften beantragt und vorgenom⸗ gleich erlin We koe” der Unfälle im Ber: i adten eine verbalimismapl

5 5 dings verurjadt das ſehr große Koſten, und ich fürchte, daß unjere Straßenbauverwaltungen dieſe enormen Ausgaben ſcheuen werden, 1916 findet ein internationaler Kongreß für Straßenbau in Mün⸗ chen ſtatt, wo man ſich mit der ae a ſehr ein: gehend beſchäft gen wird. Die bioloiſche Anſtalt hat Verſuche über die Teerung aue und iſt zu dem Ergebnis gelangt, daß die anliegenden Felder und Chauſſeebäume nicht dadurch geſchädigt werden. Man eht auch dazu über, Automobilſtraßen in größerem mfang anzulegen.

Abg. Dr. van Calker unt dt Es würde ſich empfehlen, die allgemeinen Grundſätze des Reichs⸗ geſundheitsamtes über die Regelung des Kranken: pflegeweſens generell e damit die Krankenhausverwaltungen ſich danach richten. Die ſozialdemokratiſche Reſolution geht mir nicht weit enug, denn fie fordert keine reichsgeſetzliche Regelung. Erregter Widerſpruch des Abg. Hoch (Soz.), Bie zepräſident Dove: Herr Alg Hoch, es iſt doch keine Beleidigung, wenn Ihre eſolution dem Redner nicht weit genug gent. Stürm. at ei Wir bitten Sie, unſere Reſolution möglichſt einſtimmig anzunehmen, damit die vielgeplagten Krankenpfleger eine Aufmunterung bei ihrem ſchwierigen und gefähr⸗ lichen Beruf darin erblicken.

Abg. Leube Gelder): Die Quarantinevor: ſchriften für die Einfuhr von Schlachtvieh könnten wohl erleichtert werden. Die Maul⸗ und Klauen⸗ ſeuche der letzten Jahre iſt nicht durch die Einſchlep⸗ ung aus Ländern entstanden, aus denen die Ein: fuhr geſtattet ift. Die Regierung ſtützt ji bei ihren Maßregeln auf das Reichsgeſundheitsamt. Das letz⸗ tere iſt in einer ſchlimmen Lage. Es kann nur Gut⸗ achten erſtalten, und zwar unter dem Einfluß der Politiker im Reichsamt des Innern. Was dazu noch aus dem preußischen Landwirtſchaſtsminiſterlum kommt, bleibt immer volksfeindlich.

Vizepräſident Dove: Sie dürfen dem Reichsge⸗ n e nit unterſtellen, daß es aus politi⸗ chen Rückſichten alſche Gutachten erſtattet. (Zuſtim⸗ en und Heiterkeit.) Abg. Frommer (konſ.): Es iſt immer noch nicht gelungen, den Erreger der Maul. und Klauen⸗ ſeuche feſtzuſtellen. Feſt ſteht nur, daß ſie immer

ei es Sine heen’ größere Städte feltgeleste erweiterte

erfolgen 0 der Vor naß jeitens der Automobilbeſitzer sll o⸗

oben worden il. fi 222

Mi Was nun gar die U ;

derurſach Fraftdroſchten in neuerer et in Berlin etneueften Zan anbelangt, ſo kann ich aus den

B ktatſächli ru zu meiner Freude feſtſtellen,

h dien iſt, obwohl Fuhr 1913 ein Rückgang zu

droſchkei in diejeni ; fete zu leiten u jejenigen Bahnen der Sither- » auf wel : ; aiich hat. Jebhafter ‘Sie N eſcher (font) 5 bwohl ich Auto⸗ 0 rn die Be N Renger pal des Abg. v. Ede an En unweſen ſchon fee" Freunde ift das Automobil⸗ gern, daß in früher gegeißelt worden. Ich glaube halbſtgeſchwindi ter: icht immer die vorgeſchrievene lten wir 1 f von 25 Kilometern innege⸗

weiß nicht, was Sie ſich dabei gedacht haben. (Er⸗ neuie Pfuirufe.) Seitdem die Kunſtpoſtkarten ver: kauft werden, N} die Schweineliteratur zurückge⸗ gan en ee AEG 925 teh verbieter 771 é ie Veranſtaltungen der Wvbetterbiloungsvereine, nicht kan nichts künden n Vorſchriſten werden offenbar, weil er jie für ſtaatsgefährlich halt, Welche etwa dazu ent chließt annen, wenn man ſich Mittel ſind denn zur Anwendung gekommen, um klonen We Berlin nur Auto: das Hauptmann Feſtſpiel in Breslau von der Bild⸗

der be Wir aben geſehen eſchwindigteit zuzu⸗ fläche verſchwinden 315 laſſen? Vielleicht gibt der ete Willen v . u bei der Regierung | Ninifter Auskunft. Die Theater-Direftoren ſind der gelingt u wir haben das t a den Mißſtänden zu] Zenſur gegenüber vollſtändig ausgeliefert. Die po⸗ - (Beifall ertrauen, daß ihr das litiſche Polizei bedient ſich der Spitzel, um den Gee

re h a : dts.) werkſchaften Schwierigleiten zu machen. (Angeb⸗ über zwei Millionen. Bei dieſer fo um fi a

Berfohis ut (natl.): Mo Be ; N

gefahr. Nich? rkehr iſt, da ijt auch liche Spitzelfälle behandelt der Redner in breiter den Krankheit iſt ein ſtärkerer Grenzſchu ener⸗

Gesc en im uke eh leugnen aber. ift, daß, de Se ee : Mine Selen in nlanke geen hee an

ca noigleitsporinriften Br ea 1155 find. Alle) Nachdem der Abg. Hoffmann (83) fünf Stun: der Grenze wohnt, weiß, wie nachſichtig der Baus

biliſten hie Ausſchlaggebend muß „aber nur rela- den geſprochen hatte, erklärte um 7% Uhr Vizeprä⸗ ausgeübt wird. Das 1880 aufgeſtellte und mehrfa

e ea 1er alien Geetaiet ne aber ont Ei : i h teile ie” den, ; ; i ind, nen gewiſſen Grenzſchutz, a 1 = id j chter ſein. Wir ind der Meinung, een een e 10 Die Kontrolle 5 et 115

E te e 1 1 ine fi Ri . Steer gere ee . e e be A materiaf an Haupt ewiht muß au fee Verten ge legt werden tüchtig en has 509. Ro ennzun Snow (fortſchr.): Bei : können“ me Gefahren wii Ran a se oder benboten 1 Automobilverkehr eingeſchrankt und Verminderurird: ine Regelung des Verkehrs

ung der Unfälle iſt 3. T. dadurch ein⸗

die Sitzung jetzt abzubrechen und N auf ung 11 Uhr zu N 3 15 Das Haus beſchließt mit großer Mehrheit gemäß dieſem Antrage. Abg. Hoffmann (Soz.) iſt ſomit gezwungen, ſeine Rede AR el HIG Mite Beam ARG Schluß gegen 8 Uhr.

auf dem Gebiete der

32. Jahrg.

8

den Koſten ſollten erleichtert werden. Die Abſchlach⸗ tungen haben ſich ja in vielen Fällen bewährt. Von einer Abſchlachtung von Zuchtpieh ſollte aber abge⸗ ehen werden. Die Übertragung der Seuche durch

ild iſt als eine große Seltenheit zu betrachten. Zu bedauern ijt, daß die Verſuche des Prof. Loeffler, den Erreger zu finden, noch zu keinem Ergebnis geführt haben. Wir hoffen, daß unſere Reſolution, in den neuen Etat weitere größere Mittel für die wiſſen⸗ ſchaftliche Anterſuchung der Maul⸗ und Klauenſeuche einzuſtellen, Annahme findet, damit wir ſpäter gutes und gelundes Fleiſch haben zum Nutzen von Stadt 150 * und für unſer ganzes Volk. (Lebh. Bravo! rechts.

Abg. Dombek (Pole) tritt für größeren Arbef⸗ terſchuß in den Hüttenwerken ein. 2

Abg. Mumm (Wirtſch. Vgg.): In den evangeli⸗ ſchen Krankenanſtalten ſind die Forderungen der ie zialdemokratiſchen Reſolution betr. das Pflegeperſo⸗ nal zum Teil längſt erfüllt. Die Anpreiſung ſoge⸗ nannter hygieniſcher Mittel muß unterdrückt werden. Durch nichts wird die ſozialdemokratiſche Agitation in ihrer Verwerflichkeit mehr gekennzeichnet als durch die Übertreibungen, die ſie über die ſittlichen Zuſtände auf dem Lande verbreitet. Die Arbeit En dem Gebiete der Sozialreform darf nicht ſtill⸗ tehen.

Präſident des Reichsgeſundheitsamt Bumm: an vorigen Jahr hat das Reichsgeſundheitsamt eine

nferenz von Sachverſtändigen einberufen, um Grundſätze für die Ausbildung des Hebammenwe⸗ Jens aufzuſtellen. Es wurden Grundſätze 1 Hebe über die Zulaſſung und Ausbildung für den Hebam⸗ menberuf, die Art des Unterrichts, Prüfungen und Nachprüfungen, Wiederholung der Lehrgänge uſw. Die Grundsätze wurden dem Stagtsſekretär vorge⸗ legt, der ſich mit der preußiſchen Regierung in Ver⸗ bindung ſetzte und es ſind weitere Vorbereitungen getroffen, um auch mit den anderen Einzelregierün⸗ 0 eine einheitliche Regelung herbeizuführen. Die lage, daß Ain noch viele Frauen ohne jede Hilfe bei der Entbindung bleiben, iſt nicht zu beſtreiten. Es gibt viele ſolcher Fälle, namentlich draußen au dem flachen Lande, wo nicht immer die Hilfe ſchue enug zur Stelle ijt, Aber das muß man doch aner⸗ ennen, daß unſere ſozialpolitiſche und Kalle Mie gebung, überhaupt unſere Verwaltun i alle gegeben hat, auf dieſem Gebiete Verbeſſerungen cine zuführen und daß es tatſächlich Ele geworden iff, (Unruhe bei den Sozialdemokraten. ielfach, das gebe ich zu, ſtehen die Beſtimmungen der Reichsverſi⸗ cherungsgeſetze noch auf dem Wer Der eine ſo⸗ zialdemokratiſche Redner hat ſelbſt e y, daß einzelne Kaſſenverwaltungen nicht in der Lage wä⸗ ren, das Erforderliche zu leiſten. Aber von hier aus können wir nichts daran ändern. Man ſollte auf die betreffenden Kaſſen⸗ und Verwaltungsſtellen oder auf die Landesparlamente einwirken, daß das Nö⸗ tige geſchieht. Endlich wäre es undankbar, wenn man nicht die vielfachen Beſtrebungen der privaten Wohltätigkeit für die Säuglinge und Wöchnerinnen erwähnte. Gegenüber der Klage wegen Vernichtung von Fleiſchmengen bei Einfuhr von Lebern iſt zu be⸗ merken, daß dieſe Vernichtung auf Wunſch der Inter⸗

eſſenten geſpieht, damit ſie dieſe Fleiſchteile nicht zu

verzollen brauchen, die faſt durchw ungenießbar find, Die hier geforderte Aufhebung der Qugrantä⸗ neſtationen für das Sean, das auf überſeei⸗ ſchem Wege eingeführt wird, wäre ein weſentlicher Rückſchritt auf dem Gebiete des Schutzes vor Ein⸗ ſchleppung von Seuchen. Andere Länder verhalten ſich ebenſo. England läßt kein Stück lebendes Vieh in das Land herein. (Abg. Gothein: Das Ge⸗ enteil it wahr!) Ich meine Schlachtvieh Herr Leube Eule daß wir die Truppen mit Gefrier⸗ fleiſch verſehen ſollen. Ich glaube, es iſt beſſer, wenn das Heer mit a Fleiſch verſorgt wird. Die Maul: und Klauenſeuche, die im Oktober und No⸗ vember wieder etwas zunahm, iſt glücklicherweiſe wieder etwas zurückgegangen. Am 31. Dezember wa⸗ ren nur noch in 11 Bundesitaaten 98 Kreiſe verjeucht, Die Wünſche auf weitere Abſperrungen und andere Maßnahmen muß ich an das greile Landwirt⸗ ſchaftsminiſterium verweiſen. Die Einfuhr von le⸗ bendem Geflügel iſt nur auf der Eiſenbahn geſtattet. Die Abſchlachtung verſeuchter Tiere iſt zweifellos eine ſehr einſchneidende Maßregel. Aber wenn die ſchreckliche Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Seuche beſteht, dann muß das ee des Einzel⸗ nen vor dem der Mehrzahl der Viehzüchter zurück⸗ ſtehen. Der Erreger der Maul⸗ und Klauenſeuche iſt leider noch nicht gefunden worden. Das Reichsge⸗ ſundheitsamt kann auf ſeinen eigenen Stationen in Lichterfelde ſelbſt keine Verſuche vornehmen, wegen der Gefahr der Anſteckung. Wenn uns die erforder⸗ lichen Mittel zur Verfügung ſtehen, ſo werden wir mit aller Macht und allem Nachdruck die wiſſen⸗ ſchaß ae Bz ung betreiben. (Beifall.)

bg. Thumann (Elſ.) fordert eine Erhöhung der Arzneitaxe und legt die Notwendigkeit eines Obſt⸗ und Malzweingeſetzes dar.

Miniſterialdirektor Dr. v. Joncquiès res teilt mit, daß eine Vorlage gegen die Fälſchung von Malzwein heute dem Bundesrat zugegangen ſei.

g. Jaeckel (Soz.) forderte vermehrten Heim⸗ arbeiterſchutz, beſonders in der Gardinen⸗ und Spk⸗ tzenweberei. 8

Abg. der oad (natl.): Verbeſſerungen

'ozfalgeſetzgebung find nicht zu verkennen. Es kann nicht alles mit einem Male ge⸗ macht werden. Bei uns in Deutſchland ſteht die Entwicklung auf dem Gebiete der ſozialen Fürſorge nicht ſtill. Der Vorrdner hat in menden Recht, aber hat auch vieles übertrieben. (Widerſpruch d. Soz.) at der mechaniſchen Weberei beiteht noch manche Heſundheitsſchädlichkeit, die der Abſtellung bedarf.

Abg. pane (3tr.): Eine energiſche Bekämp⸗ Rua der aul⸗ und Klauenſeuche iſt dringend not⸗ wendig. Anerkannt muß werden, daß die Stallkon⸗ trolle gemildert worden und dadurch der Koſtenpunkt herabgemindert worden iſt.

Abg. Vogt⸗Crailsheim (deutſchkonſ.): Unſere Weingärtner ſollten gegen die Einfuhr frem⸗ der Weine mehr geſchützt werden. Die Weine müß⸗ ten nicht nur analytiſch, ſondern auch nach dem Ges chmack auf Grund des Nahrungsmittelgeſetzes unter⸗ udt werden, Das Nahrungsmittelgeſetz ſollte auch auf Futtermittel und Sämereien ausgedehnt werden,

Es müßte ein Geſetz erlaſſen werden, daß als

R Zr at 07

Honig, denburg, von Foerſter, wurde in Genehmigung

nur reiner Bienenhonig verkauft werden darf. (Bei-| ſeines Abſchiedsgeſuchs zur Dispoſition geſtellt. Der fall rechts.) x Kommandeur der 20. Infanteriebrigade in Poſen, Direktor im Reichsamt des Innern von Jon⸗ Generalmajor Fuchs, wurde unter Beförderung

quieres: Eine Reviſion des Nahrungsmittelge-| zum Generalleutnant zum Kommandeur der 16. Di- ſetzes ijt bereits eingeleitet. Der Bundesrat ſoll die] vijion in Trier ernannt. Die Generalmajore Sie⸗ Befugnis erhalten, Normativbeſtimmungen zu tref⸗ ger, Präſident der Artillerieprüfungskommiſſion jen über die Zuſmmenſetzung und Beſchaffenheit der und von Werner, Inspekteur der Eiſenbahntrup⸗ wichtigſten Nahrungsmittel. Das Reichsgeſundheits⸗ pen, wurden zu Generälleutnants befördert. Herzog amt hat bereits die Sort Angriff genommen und Johann Albrecht zu Mecklenburg, General der ein Kapitel ſeiner Bearbeitung iſt duch der Honig. avallerie à la suite des Leibgardehuſaren⸗Regi⸗ ate Struve (Fortſchr.)? Den mediziniſchen] ments, if au Praktikanten mußte es geſtattet werden, einen Teil] Deutſch⸗Oſtafrika ihres praktiſchen Jahres bei praktiſchen i zumachen.

Nach weiterer Antrag auf Schluß der Debatte angenommen.

Das Kapitel wurde bewilligt und die dazu gehö⸗ rigen Refolutionen wurden angenommen mit Aus⸗ ralſtab der Armee nahme der ſozialdemokratiſchen Reſolution betreffend 11. Armeekorps in Kaſſel ernannt.

e d pegel are of 50%. p ——̃̃

n Gegenſtand behandelnde nationalliberale Reſo⸗ 3 2 {ution ning angenommen wurde. Arbeiterbewegung.

Nächſte Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Weiterberatung: Drohender Streil ſpaniſcher Seeleute. Der Ver⸗ außerdem Denkſchrift über die Rücklagen bei den Be⸗ band der Seeleute der Proving B.scaya teilte dem N ae Gouverneur mit, bale Mitglieder des Verbandes

chluß 7% Uhr. am 14. ds. Mts. in = die Kapitäne, Lotſen und V eingeſchriebenen Handelsschiffe in den Häfen, welche ſie an dem genannten Tage anlaufen werden, ihre Poſten verlaſſen werden. urch dieſen Streik werden Schiffahrtsgeſellſchaften und 89 Schiffe betroffen.

geſtellt worden. Oberſt

Parlamentariſches. Wiederherſtellung der Oſtmarkenzulage. Im e haben die Nationalliberalen 18 den Antrag eingebracht, die vom Haushaltungsaus⸗ ſchuſſe geſtrichenen Oſtmarkenzulagen der Reichsheam⸗

ch à la suite der Schutztruppe für platz in Bork i. ; | von] Tagen einen neuen Apparat ausprobiert, der jo lon⸗ rzten durch- Sauberzweig, bisher Kommandeur des Grena⸗ ſtruiert iſt, daß er ſowohl in normaler Lage 5 dierregiments Prinz Carl von Preußen in Frankfurt] auch in der Rückenlage geflogen werden kann. Grade, unerheblicher Debatte wurde ein a. O. zunächſt zu den Offizieren von der Armee ver⸗ der in Deutſchland erſtet Flieger und Flugzeugkon⸗ etzt und ſodann unter Verleihung des Ranges eines] ſtrukteur ijt, hat mit ſeinem Apparat einen Welt⸗ Brigadekommandeurs und Verſetzung in den Gene⸗ rekord aufgeſtellt, indem er in 7 Minuten und 12 zum Chef des Generalſtabes des] Sekunden die Strecke von 10,650 Kilometer durchflog.

n Ausſtand treten werden und und keinerlei Anlehnung an ausländiſche Ratrojen der in Bilbao} apparate zeigt, bewies während des ganzen Fluges

vom Winde ſchnell davongetragen und ging im Laufe des Nachmiltags bei Wanne nieder.

überlandflug deuſcher Militärflieger. In Dö⸗ beritz ſtiegen Montag Vormittag 9% r Leut⸗ nant Fürſtenau mit einem Begleiter auf einem Mi⸗ litär⸗Albatros⸗Doppeldecker zu einem Fernflug nach Hamburg auf. Die Militärflieger trafen um 12 Uhr auf dem Flugplatz in Hamburg ein. Sie flogen nach⸗ mittags 3 Uhr nach Neumünſter weiter und wol⸗ len von dort Dienstag nach Döberitz zurückkehren.

Hans Grade als Kapfflieger. Auf ſeinem Flug⸗ M. hat Hans Grade in den letzten

wie

Ganz beſonders beachtenswert ijt die Leitung des Konſtrukteurs inſofern, als der Apparat nach erfolg⸗ ter Montage ohne jede Vorverſuche ſofort in der Nor⸗ mallage zirka 30 Minuten lang flog und in der Rük⸗ kenlage den erwähnten Weltrekord aufſtellte. Die Maſchine die in ſämtlichen Teilen inkl. Motor von Ingenieur Grade in eigener Fabrik hergeſtellt it lurzflug⸗

eine außerordentliche Stabilität. Im Typ ähnelt der Eindecker der normalen Grade⸗Tourenmaſchine. Im Gegenſatz zu den älteren Gradetypen iſt der Sitz des Führers nicht unter den Tragdecken, ſondern hochlie⸗ gend e Der Motor iſt ein Zweitalt Grade⸗ Motor, der zirka 40 Pferdekräfte ergibt. Das Ge⸗

ſich in dem Hotel ein gemeinſames sin Unmittelbar nach ihnen TU or, ſtürmte den vier und ſreckle einen der Herren MIE

beſtellten. Dame am Hotel o nuch

reren Revolverſchü

mordete ift der Kaufmann Debieſſe, it einige

galanten Streifzügen

derin ſeine Frau, Tagen auf ſeinen gegangen war.

berwunden woller

Die Mörderin

fie ihren Mann nicht habe töten, [ov ſie ihre 1 cht h nati U

ſſen tot nieder. die ihm bereits ſei

1, um einen

klärle erk der ut

provozieren und ihn, wenn möglich, zu

nunft zu bringen.

Humoriſtiſches.

(Liebet eure

traf einen ſeiner Leute betrunken an, ſchon öfter Weed 8

den Tag zur Rede: ſagte er, „daß Sie ſi unterkriegen laſſen,

Ihr ſchlimmſter Feind iſt?“ „Mein a der Pfarrer vee uns er en unſere

eind, Herr? Nun,

0

ich auf der Kanzel geſagt, wir ſo „Sp!“ meinte der Chef, vielleicht auch gejagt, ihr ſoll fie ver) ſportzug.) Ich ging ent

Bahniteig des Anhalter Bahnhofs in i Tanger Zug put Abfahr

lieben!

(Der Winter lang. Da ſtand ein

Feinde.) Ein

„Ich begreife nicht

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willen Sie denn ni

ell ſtellte er ihn aug ue

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fragte?

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der war zum Berjten voll. er die Pa Tri 6 ſahen ſeltſam zuſammengewürfelt aus. In ter im im Radfahrerdreß, im Smoking, im Swed Gar Cutavay, im Gehrockpaletot, in Loden⸗ one und metjoppe ſaßen ſie da mit Gummigaloſchen . Pumps⸗Halbſchuhen und Tangolackſtiefeln wane linder und Jockeymützen und Perfianet orſchte „Wollen die Leute zur Redoute fahren? fit der i beim Zugführer. „Nee,“ ſagte er, „das interſportſonderzug!“ ili Humor des Auslandes.) Ein, Mine lachte über ein furchtſames kleines Frauchen, gl es beim Geſchützdonner einer Salutbatterie gral

ſamtgewicht des einſitzigen Flugzeuges überſteigt nicht 200 Ke logramm. Das intereſſanteſte an dem Eindek⸗ ker iſt aber, daß er ein doppeltes Fahrgeſtell hat mit Rädern unter und über den Tragdecken. Der Pilot fai aljo mit dem Kopfe nach unten ſtarten und anden.

——

Maunigfaltiges.

(Folgendes Streikterroris⸗

eſmus.) Wie aus Bodenbach in Böh den bstages men gemeldet wird, hat dort der Vermittler

Sport.

Ein neuer Sliſprung⸗Relord wurde bei den nationalen Sprungkonkurrenzen bei Chriſtlania eſtellt. Die beiden Norweger Henrickſon und Fridolf as erzielten beide geſtandene Sprünge von 48,5

ten wiederherzuſtellen. Ein Antrag der denſelben Zweck verfolgt, wird von den Konſervativen eingebracht werden. ule 1 35 Die Budgetlommiſſion des Reichstages bewilligte Bi. am Sonnabend nach längerer Debatte und nach ein⸗ gehenden Darlegungen des eee im] Meter. Henrickſon brachte es bei einem weiteren Auswärtigen Amt, Zimmermann, mit allen gegen die Verſuch auf 52 Meier, fiel jedoch dabei. Stimmen der Sozialdemokraten den im vorigen St.ſtung für die Olympiſchen Spiele in Berlin. 1 se abgelehnten Poſten eines Marineattachees in Seitens der Continental Caoutdhouc und Gutia ' Buenos Aires. 2 percha Compagnie in Hannover find für die Olym- 9 Die Neuregelung der Kommunalabgabengeſetzge⸗ chen Spiele im Hinblick auf die ablehnende 31 Dem preußiſchen Abgeordnetenhauſe iſt eine Budgetkommiſſion des

. ELT OO

pil Haltung der

ine hie Zuſammenſtellung des bisherigen Kommu⸗ 20000 Mark zur Verfügung geſtellt w 0

1 fung dieser ee f dei 155 Ne on ae für Druckerei-Gehilſen Kailig aus Berlin, der 921 RL 5 Motz spgter en eng 1 N ung dieſer Geſetze in den von der Regt 2 255 von einem ſtreikenden Maſchinenmeiſter Sol en, und ſechs Monate ſpäter zog er u at na ae ‘i \ ie Sti ts {pa

4 ia Cire ae ial kurze An⸗ Luſtſchiffahrt. linger zur Abreiſe aufgefordert und bedroht He kan e e ee SER

Dem Reichstag iſt folgende gig e der Abgeordneten Baſſſermann und von i

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Ein deutſcher Flieger in Rußland gelandet. Der wurde, dieſen mit einem Browning niederge-

j del Man wird nach deinem Wert nicht 1 von

m nn nen

2 ; „|deutihe Flieger Bernhard Miſchewsk ig if

5 thofen (natl.) zugegangen: Jeitungsnach⸗ f ſchewski aus Se.pgig it en. Der Agent wurde ver a ; i wa 17 richten gab bat u 1 e e aie Koslowo (Gouvernement Warschau fg iſt geſtorb 75 e verhaflet. Sol Bete n WARNE man glauben, Nückerl 4 i ende Verbot der Wajfenein=| geltende. 5 Ue 2 : e 1 juhr 9 00 5 er Nepubiſt Mexiko aufgehoben. Es Cin Flug von Konſtant:nopel nach Kairo. (170000 Mark Banknoten ver K8 | dürfte gu anch de Kin dab Ru Bie eh a Oe af anne unn der fis eff 15 n foren.) Auf der Bahnſtrecke Maaſtricht⸗ Gedankenſplitter. 17 gegen den auch deutſcherſeits anerkannten Präftden Nuri ſind je mit einem Mune ee ſteunan!] Amſterdam ging ein Poſtpaket mit 170000 i ö ick i Welt, a itani no je mit eine lug 8 : : Es iſt kein ſchönrer Anblick in der Wen.

ten der mexikaniſchen Republik bedeutend geſtärkt ſind j einem Fluggaſt in Konſtanti Mark in Banknoten verloren. Trotz aller Be⸗ Als einen Fürſten ſehen, der klu regier ie

der Ruhe entſprechend er⸗ eichskanzler in der Lage, ob der Kaiſerlichen Re⸗

no 9575 zu einem Fluge nach Kairo aufgeſtiegen. = 1 7 er durchgegangene Ballon. Sonntag jollie in mühungen gelang es bis jetzt noch nicht, eine Eſſen die Taufe eines Freiballons ſtaltfinden, den Spur von den Wertpapieren zu finden.

Das Reich zu ſehen, wo jeder ſtolz gehe Wo jeder nur ſich ſelbſt zu dienen glaubt

Weil ihm das Rechte nur befohlen

und die Wiederherſtellun ſchwert wird. Jit der Auskunft darüber zu geben,

——

jerung mit Rückſicht auf die durch die andauernden Herr Krupp von Bohlen⸗Halbach dem Niederrheini- 5 ; ; ;

h nruhen in Mexiko ſchwer geſchädigten deutſchen In⸗ ſchen Boa für Luftſchiffahrt geſtiftet hat. Schon 5 1 05 i Eiferſuchtsdr c a rife 1— fein? tereſſen Mitteilungen über dieſe Maßregel ſeitens war der Non bis zu dreiviertel gefüllt, als plötz⸗ - Mors hal ſich Frei Wie ſoll die Nahrung des Kindes Joop

lag Nachunttag in einem eleganten Hotel der 1. Nährkräftig! 2. Unbedingt verdaulich! leſet

der amerikaniſchen Regierung gemacht worden ſind? —— ͤ . . é

Beer und Flotte.

Perſonalveränderungen in der Armee. General⸗ leutnant und Kommandeur der 6. Diviſion in Bran⸗

aud f fl Uhr ale a Windſtoß der Ballon ostif. Dabei wurde ein von der Gasan⸗ Pariſſer Vorſtadt Paſſy abgeſpielt. Dort

ſtalt geſtellter Arbeiter, der ih in das Haltetau ver- ; nac in eine _ drei Vorzüge it Neftie’s Rindermeht Cxhältih he un wickelt hatte, etwa 10 Meter hoch gehoben und ſtürzte ſuhren um 5 Uhr nachmittaas in einem e eee uſw. zu Mk. 1.40 ½ Dole fe

ſchmeckend! Eine Bereinigung und Verwirklichung allen

dann zur Erde, Er fiel auf ein cijernes Rohr und Mobil zwei Herren und zwei Damen vor, die] mk. 0.75 ½ Doſe. Gratisprobe durch Neſtle brach beide Unterſchenkel. Die Ballonhülle wurde! in heſterer Stimmung zu fein ſchienen und lſchaft, Berl OT. :

Umrechnungssätze: J Fr., Lire, (on. Peseta: 80 Pl. Oest. I 0 9000 12 U. Währ.: 1,70, 1 fr. 0,85

Berliner Börse, 10, Februar 1914.

"Die Rubrik In Cursivschrift gibt dis Zinstermine an. Es bedeutet:

7 td

[4 1.Jan.]4 1.Apr.]7 J. Jul O 1.0 u. Ja 1.1.7.)0 1.4.10.) 9 15.8.9, [ 15.6.12.1q, quartalitert.1.4.7.1 |

31 fbr, 51430116 d 1.2.8. 2 15.3 f.15.4.J0. L do. 1.258 iR = 10 söda.. 12. 1 A gol. 1,70. 1 M Ganco. 1,50. f Kr. 1,12%. eso:

2 1.Ur2 6 1.J0ni] 9 l. Spl. Di ber e 1.8.9.1/ 1.6.1214 15.5.13.|0 carson. de. 13.6912 "Abk: 2,16. 1 go d. fd. 8.20, N Doll: 4.20. 1 Lett.: 20,40 M. Berlin. Bankdiskont 4 . LombardzinatuS 5% Privar.diskont 3%

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